Schiffsverkehr

Gastanker rammt die Schleuse in Brunsbüttel

Zwei Schiffe und und die Schleusenanlage des Nord-Ostsee-Kanals wurden beschädigt. Der Tanker reagierte nicht auf den Befehl „voll zurück“, sondern beschleunigte in die entgegengesetzte Richtung.

Brunsbüttel. Brunsbüttel (dpa/lno) – Ein mit nicht brennbarem Gas beladenes Schiff hat am Mittwochabend in Brunsbüttel bei der Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal einen Frachter gerammt. Beim Einlaufmanöver in die Schleusenanlage habe der fast 160 Meter lange Gastanker „Ginaldag“ nicht auf den Befehl „voll zurück“ reagiert, sondern die Vorausfahrt beschleunigt, teilte die Wasserschutzpolizei am Donnerstag mit.

Der Gastanker kollidierte mit der Mittelmauer sowie dem Heck der vor ihm liegenden „Arklow Muse“. Der mit Ballast beladene 137 Meter lange Frachter wurde in Richtung des Schleusentors geschoben. Nur durch schnelles Reagieren der Besatzung, die die Maschine auf „voll zurück“ stellte, beide Anker warf und das Schiff schnell festmachte, habe verhindert werden können, dass das Schleusentor gerammt und möglicherweise schwer beschädigt wurde, sagte Norbert Vallentin von der Wasserschutzpolizei. Die „Arklow Muse“ kam circa zwei Meter vor dem Schleusentor zum Stehen.

Der unter maltesischer Flagge fahrende Gastanker „Ginaldag“ (Heimathafen Valletta) war von Hamburg nach Danzig unterwegs. Er wurde von zwei Schleppern in den Ölhafen Brunsbüttel gezogen. Die „Arklow Muse“ (Heimathafen Arklow/Irland) kam von Bremen und wollte nach Kiel. Sie durfte die Fahrt fortsetzen und soll dort von Gutachtern besichtigt werden.

Menschen wurden bei der Havarie nicht verletzt. Zur Schadenshöhe gab es zunächst keine Erkenntnisse. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen zum Hergang des Unfalls auf.

( (dpa) )