Kreis Pinneberg

Investmentkonzern übernimmt Wohnbauprojekt in Wedel

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Anne Dewitz
Die Fertigstellung der Wohnungen und der Kindertagesstätte an der Rissener Straße in Wedel ist für das zweite Quartal 2024 geplant.

Die Fertigstellung der Wohnungen und der Kindertagesstätte an der Rissener Straße in Wedel ist für das zweite Quartal 2024 geplant.

Foto: Bonova

62 Wohnungen und eine Kita sollen auf ehemaligem Tankstellengelände entstehen. Wer hinter dem Projekt steckt.

Wedel.  Das Wohnungsbauprojekt auf einem ehemaligen Tankstellengelände in der Rissener Straße 99 und 101 in Wedel hat einen neuen Investor. Die Warburg-HIH Invest Real Estate hat 62 Wohneinheiten von der Bonava Wohnbau erworben. Die Projektentwicklung umfasst den Neubau mit einer Gesamtmietfläche von etwa 3320 Quadratmetern. Davon werden 70 Prozent, also 35 Mietwohnungen, öffentlich gefördert. Außer den Wohnungen sind 26 Parkplätze geplant und eine Kindertagesstätte mit einer Nutzfläche von etwa 630 Quadratmetern. Der Neubau soll im zweiten Quartal 2024 fertig sein.

Grünes, nachhaltiges Wohnen am Hamburger Rand

„Die Projektentwicklung entsteht in einer guten lokalen Infrastruktur mit Nahversorgern, Schulen und Restaurants in umliegender Nachbarschaft. Zudem werden die hochwertigen Neubauwohnungen im KfW-55-EE-Standard erbaut und sind zu einem großen Teil gefördert“, sagt Nadine Robra, Teamleader Transaction Management Germany bei der Warburg-HIH Invest, über den Ankauf. Aufgrund des expandierenden Stadtgebiets der Hansestadt Hamburg sei Wedel mit derzeit 34.000 Einwohnern ein aufstrebender Standort. „Weitläufige Wälder, die Nähe zur Elbe und zum Hamburger Yachthafen bieten vielfältige Freizeitmöglichkeiten.“

Ein Plus sei auch die gute Anbindung an das Hamburger Stadtgebiet. Die Innenstadt werde mit der S-Bahn oder über die B 431 in etwa 25 Minuten erreicht, der Hamburger Flughafen in einer halben Stunde. Ein Gewerbegebiet mit namhaften Arbeitgebern und der Fachhochschule Wedel befinde sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe.

„Die Wohnungen sind Teil unseres Projekts Wedeler Tor. Wir planen ein grünes, nachhaltiges Wohnquartier, das den perfekten Übergang zu den angrenzenden Naturlandschaften bietet. Das Grundstück wird dann nicht mehr wiederzuerkennen sein. Vor allem Familien, aber auch Paare und Singles werden hier ein Zuhause zum Wohlfühlen finden“, sagt Bonava-Projektleiterin Lydia Rebbereh.

Fünf Mehrfamilienhäuser sollen entstehen

Ursprünglich wollte Bonava auf dem Areal zwischen Gewerbegebiet, Rissener Straße und S-Bahn-Gleisen bis zu 250 Wohnungen bauen. Erste Pläne sahen sogar noch 13-stöckige Hochhäuser vor. Doch Ende 2018 stellte das brandenburgische Unternehmen der Wedeler Politik eine abgespeckte Version vor. Die Bebauung sollte luftiger, weniger hoch sein und nur noch 100 Wohneinheiten umfassen, davon 30 Prozent sozial gefördert, der Rest Miet- und Eigentumswohnungen. Im August 2020 wurde der Aufstellungsbeschluss für den entsprechenden B-Plan verabschiedet.

Das aktuelle Quartierskonzept von Bonava umfasst insgesamt fünf Mehrfamilienhäuser. Verteilt auf bis zu fünf Geschosse plus Staffelgeschoss sollen 61 Eigentumswohnungen, 35 geförderte und fünf frei finanzierte Mietwohnungen sowie 22 möblierte Mikroapartments zum Beispiel für Studenten entstehen. Die Gebäude sollten mit Schallschutzfenstern ausgestattet werden. Im Innenhof, der zum Treffpunkt für Nachbarn werden soll, sind alte Obstsorten und Schlehen-, Sanddorn- oder Holunderhecken angedacht. Auch die Dächer sollen begrünt werden.

Neues Quartier für Studenten, Familien und Singles

Die geplanten Eigentumswohnungen bieten bis zu 3,5 Zimmer, 40 bis 114 Quadratmeter Wohnfläche und jeweils einen Balkon oder eine Terrasse. Leben sollen hier Familien, Paare und Singles. Einige Wohnungen im Erdgeschoss erhalten zudem einen eigenen Gartenanteil von bis zu 80 Quadratmetern. Laut Bonava sollen Autos in der quartierseigenen Tiefgarage verschwinden.

Die 62 Mietwohnungen mit zwei, drei oder vier Zimmern wurden nun als Paket an den neuen Investor verkauft. Die Transaktion erfolgte als Asset Deal im Rahmen eines Forward Fundings für den Wohnfonds „Warburg-HIH Deutschland Wohnen Invest“, der im Frühjahr aufgelegt wurde. Das Zielvolumen gibt Warburg-HIH Invest mit mindestens 400 Millionen Euro an. Prognostizierte Ausschüttungsrendite: 3,6 bis 3,7 Prozent.

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