Schach

Pinneberger SC geht zum Spielen wieder „Open Air“

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Üben in Corona-Zeiten: Am Freiluft-Schachfeld im Rosengarten haben sich Michael Priedemann, Dietrich Grothkopp, PSC-Pressewart Franz Klein, Gerhard Brückner, Helmut Ewert und Sönke Borchert zum Schachspielen getroffen. Auf den Armen: die drei lange verschollenen und in diesem Frühjahr wiedergefundenen Figuren.

Üben in Corona-Zeiten: Am Freiluft-Schachfeld im Rosengarten haben sich Michael Priedemann, Dietrich Grothkopp, PSC-Pressewart Franz Klein, Gerhard Brückner, Helmut Ewert und Sönke Borchert zum Schachspielen getroffen. Auf den Armen: die drei lange verschollenen und in diesem Frühjahr wiedergefundenen Figuren.

Foto: Ulrich Stückler / HA

Den Denksportlern waren Großfiguren vom „Brett“ im Rosengarten abhanden gekommen. Rechtzeitig zum Corona-Training sind sie wieder da

Pinneberg.  Um ein Haar wäre die Sommersaison für die Schachspieler des Pinneberger SC unnötig teuer geworden. „Wir hatten schon Vereinsmittel bewilligt, um Ersatzfiguren zu bestellen“, sagte PSC-Pressewart Franz Klein, „aber in letzter Minute sind die Verschollenen wieder aufgetaucht.“ Was war mit weißer Dame, schwarzem Springer und Bauern geschehen, dass die PSC-Denksportler beinahe unter Zusatzkosten den Spiel­betrieb auf dem Freiluft-„Brett“ hätten aufnehmen müssen?

„Es ist im vergangenen Sommer während des Rosengartenfests geschehen. Wir hatten aufgebaut und unsere Spielmöglichkeit hier präsentiert“, sagte Dietrich Grothkopp, Verantwortlicher beim PSC für die 40 bis 60 Zentimeter hohen Plastikfiguren. „Als wir alle am Ende des zweiten Tages verstauen wollten, da fehlten die drei.“ Die Suche vieler Mitglieder blieb erfolglos, neun Monate lang blieb das gemischte Trio verschollen, bis in diesem Frühjahr nachgekauft werden sollte. „Und genau da findet Gärtnermeister Thomas Rust hier auf dem Gelände, unter Gestrüpp versteckt, die Figuren. So haben wir um die 120 Euro gespart.“

Das „Brett“ im Rosengarten ist die Möglichkeit, Kontakte im Verein zu pflegen

Ein Glücksfall, der zu keinem günstigeren Zeitpunkt hätte kommen können. Mit der Corona-Pandemie ist das traditionelle Vereinsleben der Schachsportler zum Erliegen gekommen. „Wir können uns leider nicht in unserem Spiellokal in den Räumen der katholischen Gemeinde am Fahltskamp 14 treffen“, sagte Gerhard Brückner, langjähriger Turnierleiter beim PSC und jetzt „nur“ Mitglied. „Wir sind zurzeit davon abhängig, entweder per Internet Turniere zu bestreiten und untereinander zu spielen – oder aber wir kommen hierher in den Rosengarten.“

Dort, in der Ecke bei der Mühlenaubrücke, können die PSC-Mitglieder Kontakt pflegen, ohne sich zu nahe kommen zu müssen. „Davon lebt doch Schach“, sagte Brückner. „Wir brauchen keine völlige Stille, sondern die Menschen, mit denen wir zusammen spielen.“ Und da ist das Internet halt nur Behelf. „Im Oktober feiern wir 40-jährige Gastzeit in unserem Spiellokal am Fahltskamp“, ergänzt Franz Klein. „Vielleicht können wir dann doch schon wieder dort feiern.“ Zu wünschen wäre es den Denksportlern, online ist es einfach nicht dasselbe...

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