Pinneberg
Handball

TSV Ellerbek bleibt zweimal ohne Punkte

Handball Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein 2019/20, Frauen TSV Ellerbek - ATSV Stockelsdorf  31:35 Symbolträchtig  für diesen Tag: Dreifach-Torschützin Yana Hesse (r.) wird von Katharina Pünner robust gebremst

Handball Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein 2019/20, Frauen TSV Ellerbek - ATSV Stockelsdorf  31:35 Symbolträchtig  für diesen Tag: Dreifach-Torschützin Yana Hesse (r.) wird von Katharina Pünner robust gebremst

Foto: Frederik Büll

Beide Oberliga-Handballteams ziehen jeweils gegen starke, aber nicht übermächtige Gegner den Kürzeren und müssen sich geschlagen geben.

Ellerbek.  In der Harbig-Halle haben es die Handballerinnen des ATSV Stockelsdorf und von Gastgeber TSV Ellerbek in der Abwehr recht sorglos zugehen lassen. Dabei zeigte sich das Team von Trainer Jens Molkow offensiv jedoch einen Tick weniger zielsicher – und unterlag bei diesem Tor-Spektakel mit 31:35 (16:20). Molkow war sichtbar enttäuscht und leicht angesäuert. Ob er dennoch etwas Positives aus dieser Niederlage ziehen könne? „Dass die Spielerinnen ihren Kopf nie haben hängen lassen und dass phasenweise die zweite Welle ganz gut geklappt hat“, sagte der TSV-Trainer. Ein paar Treffer wurden über Gegenstöße erzielt, schnell eingeleitet nach Paraden von Torhüterin Lina Kühne.

Ellerbeker Abwehr löchrig – der Angriff schwach

Die Mängelliste war indes deutlich länger. Die Abwehr löchrig, das Rückzugsverhalten schwach, die Chancenverwertung ebenfalls („Wir haben bestimmt sechs Hundertprozentige verworfen“). Dazu kamen noch Pech mit Pfostentreffern und technische Fehler.

Einzig Torhüterin Kühne attestierte Molkow eine starke Leistung: „Wenn wir Lina nicht gehabt hätten, wären es bestimmt schon zur Pause 27 Gegentore gewesen.“ Gegen Buchholz-Rosengarten II hatten die Stockelsdorferinnen in 60 Minuten 17 Tore geschafft, in Ellerbek waren es bereits zur Halbzeit 20.

Dabei hatte es zu Beginn noch so ausgesehen, dass Molkow sich vielleicht nicht aufregen müsste. In der 11. Minute führte der Gastgeber mit 7:5, anschließend ging es jedoch meist kontinuierlich bergab. Auch wenn die Ellerbekerinnen sich wieder herankämpfen konnten und in der zweiten Halbzeit gleich zweimal bis auf zwei Tore herankamen (20:22/36., 23:25/45.). Aber die Kehrtwende gelang dann doch nie.

„Ich bin sauer, weil wir dieses Spiel einfach nicht verlieren müssen. Auch wenn Stockelsdorf abgezockt gespielt hat. Wir haben diese Partie definitiv in der ersten Halbzeit verloren“, ärgerte sich der 52 Jahre alte Pinneberger.

Am Sonntag empfangen die Ellerbekerinnen um 18.30 Uhr in eigener Halle die HSG Mönkeberg-Schönkirchen.

Anders die Situation für die Männer des TSV Ellerbek vor der 26:28 (14:14)-Rückspielniederlage beim DHK Flensborg. Dass die Trauben in der Idrætshallen hoch hängen würden, war den Gästen um Trainer Nico Kibat klar, obwohl es im Hinspiel das 25:25 gegeben hatte. Denn seit Anfang Dezember hatten die Fördestädter aus sieben Partien sechs Siege geholt, dem TSV war im selben Zeitraum nur die Hälfte dieser Ausbeute vergönnt gewesen. Außerdem mussten Rückraummotor Lasse Finck (verhindert) und Goalgetter Hennes Paulsen (Sprunggelenksverletzung) für die Partie absagen.

Und doch: Der Underdog aus dem Kreis Pinneberg durfte erneut lange auf Zählbares, sogar einen Sieg hoffen. Dass diese Spekulationen letztlich nach 11:7-Führung im ersten Durchgang und einem 16:15 kurz nach der Pause durch Negativläufe von 0:6 und 0:5 Toren derbe gedämpft wurden, wusste Kibat mit ein wenig Abstand zum Geschehen zu relativieren. „Uns haben nunmal mit Lasse und Hennes zwei echte Leistungsträger gefehlt; da ist es nur natürlich, wenn nach 20 Minuten erste kleinere Müdigkeitssymptome auftreten“, sagte der spielerfahrene TSV-Trainer. „Wenn du dir dann auch noch ein, zwei Undiszipliniertheiten erlaubst, dann kann der Gegner leicht in einen Lauf geraten.“

Dass sich die Niederlage im zweiten Durchgang nach ein, zwei weiteren „schlecht gelösten Situationen“ abzuzeichnen begann, bedauerte Kibat zwar, war aber mit dem allgemeinen Auftritt des Teams, bei dem sich alle eingesetzten Stammspieler auch in die Torschützenliste eintrugen, sehr zufrieden.
„Da haben alle gut gekämpft. In den drei Wochen Pause, die nun anstehen, wollen wir aber erstmal wieder intensiv an der Athletik arbeiten. Und am 7. März zu Hause gegen Flensburg/Handewitt werden die Karten ganz neu gemischt.“

Frauen, Spielverlauf: 2:1 (4.), 6:4 (9.), 8:10 (17.), 11:13 (21.), 16:20 – 20:22 (36.), 23:25 (45.), 25:30 (49.), 27:32 (56.), 31:35.

TSV Ellerbek (Tore): Alina Wandschneider (6), Maren Sicks (5/davon ein Siebenmeter), Mia Dahms (4/4), Katja Brandt, Elina Hesse, Yana Hesse (je 3), Lisa Schilk, Sabrina Wrage, Christina Hinrichs (je 2), Ann-Kathrin Skubich (1). Männer, Spielverlauf: 3:3, 6:5 (8.), 6:9, 7:11 (20.), 13:11 (25.), 14:14 – 15:16, 20:16 (41.), 22:19, 22:21, 25:21 (51.), 26:24, 28:25 (59.), 28:26. TSV Ellerbek (Tore): Jesko Sauerland (9/3), Jesko Semmelhack (4), Marvin Koch (3), Lasse Most, Simon Rix, Olaf-M. Levin (je 2), Arnd Sasse, Daniel Abel, Georg Butenschön, Yannick Giles (je 1).