Pinneberg
Basketball

Der Aufsteiger bleibt Tabellendritter

Rist-Trainer Manfred Schuncke klatscht mit Laura Rahn und ihren Mitspielerinnen ab. SC Rist 

Rist-Trainer Manfred Schuncke klatscht mit Laura Rahn und ihren Mitspielerinnen ab. SC Rist 

Foto: FOTO: Frederik Büll / Frederik Büll

Die Frauen des SC Rist besiegen Weddinger Wiesel am letzten Spieltag der 1. Regionalliga mit 78:70. Wedelerinnen träumen vom Pokalsieg.

Wedel.  „Wir haben ein paar Spiele unglücklich verloren. Mit diesen Siegen hätten wir eventuell auch Tabellenzweiter werden können. Aber auch mit dem dritten Platz sind wir total zufrieden“, sagte Basketballerin Jessica Höötmann (33) nach dem 78:70 (43:23)-Heimsieg des SC Rist gegen die Weddinger Wiesel vor mehr als 100 Zuschauern in der Steinberghalle. Als Aufsteiger haben die Wedeler in der 1. Frauen-Regionalliga einen guten dritten Platz erreicht. Mittelfristig planen die Wedeler den Angriff auf die 2. Bundesliga.

„Ich hätte mir vor Saisonbeginn gewünscht, dass wir am Ende eine ausgeglichene Bilanz haben und damit die Klasse halten“, sagte Cheftrainer Manfred Schuncke. Insofern sei diese Platzierung mit 20 Punkten (zehn Siege, sechs Niederlagen) „total cool“.

Und das absolute i-Tüpfelchen dieser Spielzeit könnte noch folgen. Als klassenhöchstes Team greift der SC Rist Anfang Mai im Final-Four des Hamburger Pokalwettbewerbs in der Sporthalle Wandsbek nach dem Titelgewinn.

Gegen die Berlinerinnen spielte der SC Rist am letzten Regionalliga-Spieltag seine Größenvorteile souverän aus. Die bundesliga-erfahrene Höötmann und ihre Teamkollegin Laura Rahn (32) waren vom Gegner einfach nicht zu stoppen. „Jessica ist die beste Centerin der 1. Regionalliga. Da kann ihr auf dieser Position keine andere Spielerin das Wasser reichen“, lobte Schuncke seine 1,90 Meter große Innenspielerin, die nicht nur mit 22 Zählern die meisten Punkte des Gastgebers erzielen konnte, sondern auch stets den Blick für die besser postierten Mitspieler hatte. „Gerade das zeichnet sie aus. Wenn sie auf dem Feld steht, profitieren alle davon“, sagte Schuncke.

Den Vorsprung von acht Punkten nach dem ersten Viertel (21:13) bauten die Wedelerinnen bis zur Pause auf 20 Zähler aus. Anschließend kamen die Gäste dann besser in die Partie und ließen den Rückstand zusammenschmelzen. „Wir hätten es eigentlich gar nicht wieder so spannend machen müssen“, sagte Höötmann.

Schon in der ersten Halbzeit hatte Schuncke allen Spielerinnen Einsatzzeit gewährt, doch als die Partie zu kippen drohte – die Berlinerinnen gingen nur noch mit 13 Punkten Rückstand in die finalen zehn Minuten – kam das Stammpersonal wieder auf das Feld zurück. Mit einem Korbleger brachte Höötmann, die vor der Saison nach Hamburg zog und dort als Wirtschaftspsychologin in einer Unternehmensberatung arbeitet, den SC Rist in der 40. Minute mit 76:67 in Führung. Doch die Berlinerinnen, die sich vor allem mit vielen getroffenen Drei-Punkte-Würfen das Momentum erspielten und sich dadurch wieder herangearbeitet hatten, antworteten (76:70) postwendend. 11,7 Sekunden vor dem Ende verwandelte die Wedelerin Anna Suckstorff beide Freiwürfe zum Sieg des SC Rist. Die Aufbauspielerin ist im Jahr 2002 geboren. Jüngste Spielerin ist Karlotta Schmalisch (Jahrgang 2003). Zur älteren Wedeler Garde zählen neben Höötmann noch Rahn (33) und Ida Hüners (27). Viele Spielerinnen warten noch auf die Vollendung der Volljährigkeit. „Klar, gibt es da schon einen großen Generationsunterschied. Aber auf sportlicher Ebene ist es schön, den Jüngeren mit Tipps helfen zu können“, so Höötmann.