Pinneberg
Handball

19:23 – TSV Ellerbek scheitert an schwacher Wurfausbeute

Florian Pohl erzielt seine vier Tore für den TSV in den ersten 16 Minuten, bekommt es aber auch da schon mit der robusten WiFT-Defensive zu tun.

Florian Pohl erzielt seine vier Tore für den TSV in den ersten 16 Minuten, bekommt es aber auch da schon mit der robusten WiFT-Defensive zu tun.

Foto: Ulrich Stückler

Oberliga-Männerteam kann sich bei SG WiFT nicht für die starke Abwehrarbeit belohnen. TuS Esingen verliert ohne Günter und Schmitt

Neumünster/Tornesch.  Da gibt es doch diese etwas überstrapazierte Redensart aus den Mannschaftssportarten: „Das Run­de muss in das Eckige.“ Doch so banal diese Binsenweisheit auch klingen mag, sie beschreibt bestens, warum die Oberliga-Handballer des TSV Ellerbek auch nach dem Rückspiel gegen die SG WiFT Neumünster die KSV-Halle am Hansaring mit leeren Händen verlassen mussten. Nach dem 19:24 im September in eigener Spielstätte hieß es nun 19:23 (11:12) aus Sicht der Mannschaft von Trainer Tobias Skerka.

„Man kann schon zu dem Schluss kommen, dass eher wir das Spiel verloren haben, als dass es WiFT gewonnen hat“, sagte TSV-Trainer Tobias Skerka. Eine gut nachvollziehbare Sichtweise. Standen sich doch zwei gleichermaßen beherzt wie auch robust zupackende Abwehrreihen gegenüber, die es den gegnerischen Offensiveinheiten außer­ordentlich schwer machten, einen geordneten Angriff erfolgreich bis zum Abschluss zu bringen.

„Und eigentlich hat ja alles gepasst. Wir hatten neben einer guten Abwehr mit Jan Knieriem auch einen guten Torhüter, haben uns so auch Ballgewinne und Chancen erspielt“, resümierte Skerka. „Aber wir haben dann zu selten den Ball über die Linie bekommen.“

Größter Dorn im Auge des Trainers, der nach der Saison den TSV Richtung Tabellenführer und Aufstiegsfavorit HG Hamburg-Barmbek verlassen wird, waren dabei rund sechs Minuten im zweiten Durchgang, als die Hausherren nach stets knapper Führung sich einen komfortablen 19:14-Vorsprung herauswarfen. „Und zuvor hatten wir selber mehrere gute Chancen, um in Führung zu gehen, aber als wir die vergeben haben, verlieren wir die nächsten Bälle leichtfertig und kassieren in kürzester Zeit drei Gegenstöße.“

Diese Hypothek war nicht mehr aufzuholen. Skerka: „Obwohl wir bei 16:20 eine ähnliche Phase hatten, in der wir auf zwei Tore hätten verkürzen können.“ Aber an diesem Tag zielten alle Ellerbeker entweder nicht gut genug oder scheiterten am überragend aufspielenden SG-Torhüter Erik Quednau.

In einer Liga, aus der diesmal bis zu fünf Teams absteigen können, stehen die Ellerbeker also weiterhin unter Zugzwang. Nächster Gegner am Sonnabend (18.30 Uhr, Rugenbergener Mühlenweg) ist die HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve. Skerka: „Die stehen als Elfter mit dem Rücken zur Wand und werden mit allem kämpfen, was sie haben.“

Gekämpft haben in eigener Halle auch die Männer des TuS Esingen vorbildlich; doch genutzt hat es erneut nichts. Am Ende stand gegen die Gäste von der HSG Eider Harde mit dem 26:28 (11:12) die bereits 15. Niederlage im 16. Spiel zu Buche. „Aber die Jungs haben Moral bewiesen und sind nach unserem Fehlstart zurückgekommen“, sagte Trainer Jonathan Karow, der im Rückraum auf die Leistungsträger Daniel Günter (Knieverletzung) und Tom Schmitt (Urlaub) verzichten musste.

SG WiFT Neumünster – TSV Ellerbek 23:19 (12:11). Spielverlauf: 1:3, 3:3 (8.), 4:4, 4:6 (13.), 6:8, 8:8 (17.), 8:9, 12:9 (24.), 12:11 – 13:11, 13:13 (35.), 15:13, 15:14 (37.), 19:14 (44.), 20:16 (50.), 21:17 (56.), 23:19.
Tore für den TSV Ellerbek: Martin Schleßelmann (6), Florian Pohl (4), Tim Blunck und Lasse Finck (je 3), Bo Matussek, Olaf-Mark Levin und Felix Albrecht (je 1).
TuS Esingen – HSG Eider Harde 26:28 (11:12). Spielverlauf: 1:1, 1:4 (6.), 3:6, 5:8 (16.), 8:11 (22.), 11:11 (29.), 11:12 – 13:14 (34.), 15:14 (37.), 15:18 (42.), 18:19 (46.), 19:22 (49.), 22:22 (51.), 22:24, 23:25 (55.), 26:25 (56.), 26:28 (60.).
Tore für den TuS Esingen: Pascal Kühl (8), Thore Gier (6), Max-Lennart Albrecht (4), Daniel Abel und Timo Kreckwitz (je 3), Lennart Haas (2 Siebenmeter).