Pinneberg
Turnen

VfL-Turnerinnen verpassen Titelverteidigung

Beide Turnteams des VfL: Vivien knutzen (hintere Reihe, von links),  Vivien Erfurt, Michelle Karschunke, Malin Klawitter, Annika Knutzen. Vordere Reihe: Janina Bruhn, Freya Frank, Janna Müller, Nadi

Beide Turnteams des VfL: Vivien knutzen (hintere Reihe, von links), Vivien Erfurt, Michelle Karschunke, Malin Klawitter, Annika Knutzen. Vordere Reihe: Janina Bruhn, Freya Frank, Janna Müller, Nadi

Foto: Thomas Maibom

Pinnebergerinnen müssen bei der Landesmeisterschaft in Kiel mit 0,9 Punkten Rückstand dem 1. SC Norderstedt knapp den Vortritt lassen.

PinneberG.  Spitzenturnerin Vivien Knutzen war missmutig wegen ihrer Leistung bei den Landesmeisterschaften in Kiel. „Ich habe am Barren, Sprung und Balken schlecht geturnt. Am Boden bin ich nur gut durchgekommen, weil ich einige Akrobatik-Teile weggelassen habe“, sagte die Deutschland-Cup-Siegerin, die für den VfL Pinneberg antritt, selbstkritisch. Doch Susanne Worm nahm ihre beste Turnerin schnell in Schutz:
„Vivien hat mit einer Leistenzerrung geturnt und sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt.“

Um 0,9 Punkte wurden die Norderstedterinnen besser bewertet und schnappten dem VfL den Titel weg. Worm war mit der Analyse der verpassten Titelverteidigung schnell zur Hand. „Wir haben an zu vielen Geräten zu viele kleine Punkten liegen gelassen“, sagte die Trainerin. Das Team musste mit insgesamt 151,70 Punkten dem 1. SC Norderstedt (152,60 Punkte) den Vortritt lassen. Dabei waren die Sportlerinnen des VfL Pinneberg extra dem übermächtigen TSV Kronshagen ausgewichen, um eine Klasse tiefer bessere Chancen auf den Landesmeistertitel zu haben. Trainerin Worm meldete ihre beiden Pinneberger Teams in der Leistungsklasse 1. Der TSV turnt nach Code de Pointage, dem internationalen Wertungssystem. Das können die Pinnebergerinnen zwar auch, aber gegen die unter nahezu optimalen Bedingungen trainierenden Kronshagenerinnen hätte der VfL keine Chance gehabt.

Trotz des „nur“ zweiten Rangs gab es zumindest eine zufriedenen Turnerin in der ersten Mannschaft des VfL. Nadine Gehrke war vor der Saison aus Elmshorn nach Pinneberg gewechselt. „Eine Silbermedaille bei den Landesmannschaftsmeisterschaften zu gewinnen ist richtig cool“, meinte die 18-Jährige. Und da gibt es ja nächstes Jahr noch Platz für eine Steigerung auf Rang eins.

Auch die Turnerinnen des W edeler TSV hatten vor dem Wettkampf eine klare Vorstellung, wie der Tag enden soll. „Hauptsache nicht Letzter werden. Am besten wäre Platz drei oder fünf“, sagte Lilly Oldenburg. Platz vier war verpönt. „Das ist doch der undankbare vierte Platz“, erklärte Teamkameradin Hanna Witte – fast schon logisch, dass der WTSV auf genau diesem vierten Platz den Wettkampf beendete. Das zufriedene Lächeln der Turnerinnen bei der Siegerehrung war dann aber ein deutliches Zeichen, dass dieser vierte Platz doch nicht so schlecht war.

Schenefelderinnen landeten auf dem dritten Platz

Dazwischen hatte sich das erste Team von Blau-Weiß 96 Schenefeld souverän auf dem dritten Rang platziert. Auch Trainerin Angela Marquard durfte durchatmen.

„Wir sind mit dem zweiten Team nicht Letzter geworden“, freute sie sich über den sechsten Platz der Zweiten, 2,80 Punkte vor dem Schlusslicht, der Startgemeinschaft SV Großhansdorf/
TSV Bargteheide. Fünfter wurde die zweite Riege des VfL Pinneberg.

Über einen Titel durfte sich die Schenefelder Trainerin dann am zweiten Tag der Meisterschaften freuen. In Schenefeld turnte der jüngste Nachwuchs um die Mannschaftstitel in den Altersklassen 6 bis 11. Nicht ganz überraschend gewannen Lee Rösener, Marlene Seidel, Kira Milewski, Fenia Rentzow und Mirijam Knust in der Altersklasse 9 bis 11. Schließlich stellte das Team das Gros der Bärchencup-Turnerwinnen, die als Schleswig-Holsteins Beste das Bundesland bei dem großen Nachwuchswettbewerb in Berlin vertraten.

In der AK 7 und 8 gab es jeweils Silber für die Blau-Weiß-Turnerinnen. Bronze gewann die Halstenbeker TS in der AK 8, der TSV Uetersen in der AK 7 und Schenefeld in der AK 6.

Weitere Infos: www.shtv.de