Pinneberg
Fussball

Oberligisten aus dem Kreis erreichen locker Runde vier

Moussa Mane (SV Rugenbergen) erzielt hier nur drei Minuten nach seinem Führungstreffer auch das 2:0 für die Bönningstedter. Rissens Torben Buuck (r.) kommt einen Schritt zu spät

Moussa Mane (SV Rugenbergen) erzielt hier nur drei Minuten nach seinem Führungstreffer auch das 2:0 für die Bönningstedter. Rissens Torben Buuck (r.) kommt einen Schritt zu spät

Foto: KBS-Picture Kalle Meincke / KBS-picture

Im Oddset-Pokal gibt es aus regionaler Sicht keine Überraschung. SV Rugenbergen und Wedeler TSV siegen bei unterklassigen Gegnern

Bönningstedt.  „’Ne Ecke für uns wäre schon geil.“ Das wünschte sich Jan Strübing, Abwehrspieler des Rissener SV, zu Beginn der zweiten Halbzeit. Nix da. Die Oberliga-Fußballer des SV Rugenbergen haben ihren Gegner aus der Kreisklasse A in 90 Minuten überhaupt nur einmal in ihren Strafraum gelassen. Mit einem 5:0 (3:0)-Erfolg im neuen Sportkomplex am Rande des Klövensteens (Marschweg) haben die Bönningstedter wie erwartet souverän Einzug in die vierte Runde des Oddset-Pokals gehalten.

Oberliga-Konkurrent Wedeler TSV, Halbfinalist im Wettbewerb der Vorsaison, ist nach einem deutlichen 7:1 (2:1) bei Gencler Birligi Elmshorn (Kreisliga) ebenfalls weiter.

Moussa Mane beendet per Doppelschlag die Torflaute

„Ich glaub, ich stehe im Wald.“ Geschlagene 22 Minuten benötigte Favorit SV Rugenbergen, bis der Ball erstmals im Netz des tapferen und superfairen Außenseiters zappelte. Moussa Mane drückte die Kugel aus kurzer Entfernung über die Torlinie. Nochmals Mane mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze und Sven Worthmann zogen den Gastgebern mit weiteren Treffern noch vor dem Seitenwechsel den Zahn.

SVR-Betreuer Georg Mundt blieb der Halbzeitansprache von Trainer Thomas Bohlen ausnahmsweise fern und genoss die Bratwurst in der Abendsonne. Wer konnte, machte es sich rund um den Kunstrasen im Schatten gemütlich.

Das galt nicht für Stammkeeper Jannis Waldmann, der am Spielfeldrand energisch mit dem Sprungseil arbeitete. Sein Positions-Konkurrent Patrick Marciniak bekam mit Ausnahme einer Szene, als er sich einem Rissener vor die Füße warf, keine Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

Das Team schaltete in den Modus „Spaziergang durch die Natur“ um. „Dülle, das ist zu wenig im Zweikampf“, tadelte der Trainer zwischendurch Jan Düllberg, der sich nur halbherzig eingesetzt hatte. Am Ende klang Bohlen moderat. „Ich habe Verständnis dafür, dass man bei diesen Temperaturen auch mal einen Gang zurückschaltet.“

Mit mehr Konzentration im Abschluss hätte sein Team zweistellig gewinnen können. Der eingewechselte Pascal Haase schraubte das Resultat aber nur zwei Tore höher. Ernster wird es schon heute im Training. „Ich greife wieder an“, verkündete Mittelfeldspieler Kevin Lohrke, der wegen einer Sprunggelenksverletzung den Punktspielstart verpasst hatte. Das klingt gut, aber nicht gut zum Beispiel für Linksverteidiger Pascal Gerber (19), der in Rissen zurückhaltend aufspielte und im Gegensatz zum gleichaltrigen Boamah Rüster vor allem nichts verkehrt machen wollte.

Youngster Duffke überzeugt bei Pflichtspielpremiere

Dagegen traute sich Julien Duffke (18) in seinem ersten Pflichtspieleinsatz für den Wedeler TSV deutlich mehr zu. Beim Erfolg im Krückaustadion erzielte der bisherige A-Junior des HEBC das 1:1 und das 4:1.

WTSV-Teammanager Thorsten Zessin gibt eine Erklärung ab, warum Duffke dennoch zunächst nur selten im schicken neuen Look (grün-weiß-längsgestreift) zu sehen sein wird. „Der HEBC hat ihm keine Freigabe erteilt. Damit ist er zwar in Pokal- und Freundschaftsspielen spielberechtigt, aber in der Punktrunde bis zum 1. November gesperrt.“ Es sei denn, beide Seiten erzielen noch eine (finanzielle) Einigung.

Sorgen ums Weiterkommen hatte sich Zessin nach eigener Aussage trotz des 0:1 (16.), als Nihat Meric (früher FC Elmshorn) Bewacher Maximilian Walter enteilte, zu keinem Zeitpunkt gemacht. „In den ersten fünf Minuten hatten wir drei Pfosten- und Lattenschüsse. Da war mir klar, dass es häufig genug bei Gencler einschlagen würde.“

Rissener SV – SV Rugenbergen 0:5 (0:3). Tore: 0:1, 0:2 Mane (22., 25), 0:3 Worthmann (42.), 0:4, 0:5 Haase (54., 77.).
SV Rugenbergen: Marciniak – Gerber, Tegeler, Worthmann – S. Schulz, Beese, von Bastian (46. Rüster), Düllberg, Hoppe – Mane (64. Dampha), Scholz (46. Haase).
Gencler Birligi – Wedeler TSV 1:7 (1:2). Tore: 1:0 Meric (16.), 1:1 Duffke (25.), 1:2 Roesler (33.), 1:3 D. Diaz (58.), 1:4 Duffke (60.), 1:5 Roesler (64./FE), 1:6 Simon (80.), 1:7 Roesler (83.).
Wedeler TSV: Golombiewski – Roesler, Vollmer, Walter, Lee (46. Ellerbrock) – Banoub, D. Diaz, Mahnke – Rodrigues de Oliveira (65. Stolzenburg) – Uitz (46. Simon), Duffke.