Pinneberg
Elmshorn

Ein „Alligator“ kommt zu den Piraten

US-Footballer Ter’Shadney Phillips, genannt „Gator“, wechselt nach Elmshorn

Elmshorn. Vor dieser Saison wechselte der US-Amerikaner Khairi Dickson zu den Zweitliga-Footballern der Elmshorn Fighting Pirates. Von Beginn an lag er den Verantwortlichen in den Ohren, ob sein Kumpel Ter’Shadney Phillips (25) nicht auch das Team in der GFL 2 verstärken könne.

„Ursprünglich wollten wir es bei maximal vier US-Spielern belassen. Aber nun hat sich kurzfristig die Möglichkeit ergeben, ihn doch noch zu holen“, sagt Pirates-Headcoach Jörn Maier (47). Während die Offensive des Tabellendritten auf Hochtouren läuft, gibt es in der Abwehr – 196 Gegenpunkte in sechs Partien sind der drittschlechteste Wert der Nordstaffel – noch Steigerungspotenzial.

Abwehrspieler Phillips soll Punkte des Gegners verhindern

Phillips, der auf der Position Defensive Back in der letzten Verteidigungsreihe antritt, um Punkte des Gegners zu verhindern, reiste aus Deland (Florida) an und kam vorgestern in Elmshorn an.

Dickson und Phillips teilten sich von 2012 bis 2014 ein Zimmer an der Saint Francis University (Pennsylvania). Beide stehen regelmäßig in Kontakt. „Er hat mir erzählt, dass das Team erfolgreich ist und ich der Mannschaft helfen könnte. Er hat deutlich gemacht, wie wichtig es ihm wäre, noch einmal mit mir in einer Mannschaft zu spielen“, sagt Phillips.

Sein Spitzname ist Gator. „Als ich ein Kind war, soll ich angeblich beinahe von einem Alligator gebissen worden sein. Ob das nun wirklich stimmt, weiß ich nicht“, erzählt der 1,78 Meter große und 93 Kilogramm schwere Footballer, der zum ersten Mal nach Deutschland reist und sich in Elmshorn erneut das Zimmer mit Dickson teilen wird.

Von 2014 bis 2016 stabilisierte Phillips die Defensive am Westminster College (New Wilmington, Pennsylvania). Im Abschlussjahr war er beispielsweise Kapitän und wertvollster Spieler, kam auf vier Interceptions (abgefangene Bälle) und 51 erfolgreiche Tackles (ballführenden Gegenspieler niedergerungen). „Er hat eine beeindruckende College-Karriere hingelegt, und auch auf den Videos sah seine Spielweise sehr gut aus. Philipps wird für unsere Abwehr eine enorme Verstärkung sein“, sagt der Pirates-Headcoach. Sportdirektor Max Paatz betont: „Gator ist vielfältig einsetzbar, war bei seinen bisherigen Teams stets Führungsspieler und passt nicht zuletzt auch menschlich gut in unser Team.“

In den USA arbeitete der Neuzugang abseits des Feldes auch als Fotograf oder kümmerte sich um sein eigenes Modelabel (www.kingus.co). Nun freut er sich auf eine spannende Zeit in Deutschland: „Khairi hat mir auch erzählt, dass man in den umliegenden Städten viel erleben kann. Alles in allem klingt das nach einer großartigen Erfahrung für mich.“

Phillips soll bereits an diesem Sonnabend im Heimspiel gegen Paderborn auflaufen (Krückaustadion, 15 Uhr). Neben Dickson, Justin Alo, Ty Parsons und Tyler House ist er der fünfte US-Import des Zweitliga-Aufsteigers.