Pinneberg
Pinneberg

So sehen Sieger aus

Drittliga-Volleyballer des VfL Pinneberg feiern mit Cup-Gewinn in Oldenburg einen erfolgreichen Saisonstart

Pinneberg. Kann sich ein Volleyballteam einen gelungeneren Eintritt in die „heiße Phase“ der Saisonvorbereitung wünschen? Zwei souveräne Siege über unterklassige Gegner, gefolgt von zwei dann doch schon härter erkämpften Triumphen über Ligakonkurrenten, die den Turniersieg bedeuten?

Doch Daniel Prade, Trainer der Drittliga-Volleyballer des VfL Pinneberg, möchte nach dem Sieg seiner Mannschaft beim 25. OTB-Volleyball-Cup des Oldenburger Turnerbundes – traditionell erster Härtetest für Volleyball-Leistungsteams – die Kirche im Dorf lassen. „Das Niveau in Oldenburg war im Vergleich zu den letzten Jahren eher bescheiden“, sagte der VfL-Coach. „Das, was ich in Ansätzen bei uns schon gesehen habe, macht aber richtig Lust auf den Saisonstart.“

Dabei war der sportliche Erfolg an den beiden Tagen in den Oldenburger Hallen an der Sophie-Schütt-Straße und im Haarenesch nicht die erklärte Priorität für den Pinneberger Übungsleiter und dessen Team. Nicht Zählbares hatten sich die Pinneberger stattdessen als vorrangiges Ziel gesetzt. „Wir wollten den Zusammenhalt stärken und viel Spaß haben“, fasste Prade die Marschroute fürs Turnier zusammen.

Die Neuzugänge fügen sich gut in die Mannschaft ein

Und mit dem Spaß ging es früh los.
Zu ausrechenbar präsentierten sich
die beiden Auftaktgegner VSG Ammerland II (Regionalliga Nordwest) und
VG Delmenhorst-Stenum (Oberliga 1, Niedersachsen) bei den souveränen Dreisatz-Erfolgen des VfL. So widmeten sich die Pinneberger bereits früh dem Teambuilding; die Neuzugänge Außenangreifer Max Lübbe, Libero Paul Millahn und Mittelblocker Stephan Radke bekamen reichlich Spielanteile.

„Mannschaftliche Geschlossenheit ist schließlich der Schlüssel zum Erfolg für eine lange Saison“, sagt Libero und Team-Pressesprecher Christian Rieck. „Und unsere Neuen fügen sich dieser Philosophie bestens und haben im
Turnier auf voller Linie überzeugt.“

Leistung und Teamspirit, die dann auch nötig waren, um die Ligakonkurrenz aus der Weststaffel, die VSG Ammerland, in zwei Sätzen überraschend klar und den Staffelnachbarn Oststeinbeker SV erst im Tiebreak deutlich mühsamer zu besiegen und den Pokal einzusacken. „Denn spielerisch ist bei uns nach der langen Pause natürlich noch Luft nach oben. In der Annahme fehlte uns noch Konstanz und in der Abwehr zeigten sich kleine Abstimmungsprobleme“, sagte Außenangreifer und Mannschaftskapitän Lars Lydorf. „Aber bis zum Ligastart am 17. September beim Aufsteiger TSV Spandau 1860 haben wir ja noch über drei Wochen. Das ist genug Zeit, um in allen Bereichen noch eine Schippe draufzulegen.“

Eine Woche zuvor, am 10. September, müssen die VfL-Männer in der ersten Hamburger Pokalrunde beweisen, dass diese Arbeit Früchte trägt...

Auch das zweite Männerteam des VfL Pinneberg (Verbandsliga) spielte in Oldenburg mit und belegte nach je einem Sieg in Vor- und Platzierungsrunde Rang sechs in der Klasse 2.