Pinneberg
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Böse Schimpfworte beim 4:1-Sieg des VfL Pinneberg

Michael Fischer musste lachen. Am 4:1 (2:0) seiner Oberliga-Fußballer auswärts über den Bramfelder SV hatte der Trainer des VfL Pinneberg mehr aktiven Anteil als an jedem anderen Sieg bisher.

Pinneberg. Als ein Bramfelder den Ball in seine Richtung über die Seitenauslinie grätschte, kickte Fischer die Kugel sofort in die Arme von Luis Diaz. Ab ging die Post: Diaz warf den Ball zu Fabian Knottnerus ein. Die Flanke landete bei Sascha Richert, dessen Rückpass verwertete der an diesem Tag besonders gut aufgelegte Benjamin Brameier zum 2:0 (35.). Dann kam noch die 53. Minute, als Tim Vollmer unglücklich einen Handelfmeter verschuldete.

„Rechts, rechts, der schießt in die rechte Ecke“, schrie Fischer über das Feld. „Das war einfach nur gedichtet. Ich hatte keine Ahnung, wie der seine Elfmeter schießt“, verriet er später. Igor Zdravlovic störten die Zurufe möglicherweise in seiner Konzentration. Der Ball landete am Außenpfosten. In seinem Übermut verdrehte VfL-Torwart Tim Brüggemann die Tatsachen. „Wir haben zusammen einen Elfmeter gehalten“, scherzte der Keeper mit dem Trainer.

Zweimal verging dem allerdings die gute Laune. Sein Spieler Alexander Borck sah die Rote Karte, weil er nach einem Bramfelder Foul die Beherrschung verlor und seinen Gegenspieler als „Penner“ titulierte (43.). „Die Karte kann man geben, wobei man Alexander zugutehalten muss, dass er voll auf den Rücken geknallt war und große Schmerzen hatte“, sagte Fischer. Was ihn störte und irritierte: Der Bramfelder Mirko Schulz nannte den Pinneberger Christian Dirksen einen „Bastard“ und ging straffrei aus.

Sonst trübte nichts diesen sonnigen Nachmittag. Die Pinneberger hinterließen beim Tabellenletzten einen tadellosen Eindruck. Als der Ball bei einem Freistoß von Luis Diaz im Strafraum hin und her hüpfte, hatte Steffen Maaß schon in der fünften Minute das 1:0 des VfL erzielt. Richert (49.) und Brameier (70.) rundeten das Resultat mit weiteren Treffern ab. Für die Gastgeber war Goran Petrekovic erfolgreich (76.). Die Pinneberger verbesserten sich in der Tabelle auf den fünften Rang.