Pinneberg
Halstenbek

Farbenfrohe Partie mit zwei Platzverweisen

1:1 der SV HR gegen denSC Vier- und Marschlandeist dennoch unbefriedigend

Halstenbek. Den Fans der SV Halstenbek-Rellingen trat der Schweiß auf die Stirn, aber nicht wegen der frühlingshaften Temperaturen. Obwohl mit der Gelben Karten vorbelastet riskierte Sebastien Mankumbani eine Grätsche im eigenen Strafraum. Der Angolaner hatte Glück, dass er den Ball traf (39.). Bevor es ihm zu bunt wurde, wechselte Trainer Thomas Biemeister Mankumbani lieber gegen Danijel Suntic aus. Es wurde trotzdem noch eine farbenfrohe Oberliga-Partie mit zwei Platzverweisen zwischen den Fußballern der SV HR und des SC Vier- und Marschlande, die leistungsgerecht 1:1 (1:1) endete. Die Halstenbeker treten auf der Stelle, für die Gäste war es ein wichtiger Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Bliemeister presste mühsam Kritik zwischen den Lippen hervor: „Das war vor allem in der Offensive keine Leistung, die unseren Ansprüchen genügt.“

In der 32. Minute schnalzte der Kenner allerdings mit der Zunge. Ahmed Osmanov schoss einen Flankenball von Marcel Schöttke direkt mit der Innenseite in die linke Ecke. Doch über diese gekonnte Aktion und ihr Führungstor freuten sich die Halstenbeker nur zwei Minuten. Mankumbani machte eine Bewegung mit dem Oberarm zum Ball, der vertrackt aufgesprungen war. Es gab einen Elfmeter, den die Gäste zum 1:1 verwandelten (34.). Das große Aufbäumen der Platzherren gegen die Punkteeinbuße blieb aus. Stattdessen prägten Hektik und Unruhe die Szenerie. In den Blickpunk rückte dabei Jaques Rodrigues de Oliveira, der in der 70. Minute nur auf Kosten einer Notbremse gestoppt werden konnte. Der Schiedsrichter hatte keine andere Wahl, als die Rote Karte zu zücken.

Überhastet schoss der Edel-Techniker den Ball am Tor vorbei (75.), anstatt etwas Übersicht walten zu lassen. Als er eine Entscheidung des Unparteiischen belächelte (85.), musste auch Rodrigues vorzeitig den Weg unter die Dusche antreten – Gelb-Rot. Die Halstenbeker werden sich mit dem Gedanken vertraut machen müssen, in dieser Verfassung allenfalls die dritte Oberliga-Kraft im Kreis Pinneberg zu sein.