Pinneberg

Elfmeterdrama kostet VfL das Weiterkommen

Pinneberger verlieren im Oddset-Pokal 2:3 nach Verlängerung beim TSV Sasel

Pinneberg. Michael Fischer verbrachte eine schlaflose Nacht. Immer und immer wieder spukten dem Trainer des VfL Pinneberg die Fehler im Kopf herum, die seine Oberliga-Fußballer den Einzug in das Viertelfinale des Oddset-Pokal-Wettbewerbs gekostet hatten. Zum Pinneberger Albtraum wurde in Ansätzen Schiedsrichter Marco Kulawiak, doch dem Unparteiischen von Teutonia 10 die Schuld für die 2:3 (1:0, 2:2)-Niederlage beim TSV Sasel in die Schuhe zu schieben, das erschien Fischer „zu billig“.

Die Diskussionen drehten sich zunächst um die 57. Minute, als Kulawiak ein Foul von Sascha Richert, Schütze des Pinneberger 1:0 (15.), abpfiff und dem Saseler Landesligateam damit einen klaren Vorteil raubte. Dafür gab es fünf Minuten später einen „Konzessionselfmeter“, nachdem der Ball Richert, der seinen Kopf schützen wollte, an die Hand geflogen war. Nico Zankl ließ sich die Möglichkeit zum 1:1 nicht entgehen. Die Saseler wähnten sich eine Runde weiter, als Zankl in der 88. Minute Ballverluste von Christian Dirksen und Alexander Borck zum 2:1 nutzte. Dann aber holte der kurz zuvor eingewechselte Artur Frost in der dritten Minute der Nachspielzeit noch einen Foulelfmeter heraus, den Richert zum 2:2 verwandelte. Warum TSV-Keeper Sebastian Voß mit der Gelben Karte davonkam, erschloss sich Fischer nicht. „Er hatte Artur umgesenst. Für mich war das Rot“, sagte der VfL-Coach.

Pinneberger absolvieren Verlängerung mit einem verletzten Spieler

Es wurde noch bitter für sein Team. Richert verletzte sich nämlich beim Elfmeter-Schuss, musste aber durchhalten, weil Fischer bereits drei Auswechselungen getätigt hatte. Statt mit Elf gegen Zehn absolvierten die Gäste die Verlängerung gewissermaßen mit Zehneinhalb gegen Elf. In der 110. Minute ließen Steffen Maaß und Jan-Philipp Zimmermann den Saseler Altin Kapur aus der Drehung zum Schuss kommen, das Aus war besiegelt. „In den ersten 45 Minuten hatten wir nichts zugelassen, dann wurden wir hektisch und unkonzentriert“, sagte Michael Fischer. Leicht wird es nun nicht, sich für das Heimspiel um Punkte am Sonntag um 14 Uhr gegen den Niendorfer TSV nochmals zu motivieren.