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Adventure-Golf: Erfindungsreichtum ohne Grenzen

Minigolf war gestern. Das behaupten jedenfalls die Betreiber der Adventure-Golf-Anlagen in Scharbeutz an der Ostsee und in Meeschendorf auf Fehmarn. Dort bestehen die Bahnen nicht aus Beton, Eternit oder Filz, sondern aus naturidentischem Kunstrasen.

Ein Produkt mit Zukunft, wie fast alles, was aus den USA über den großen Teich kommt. Dem "Abenteurer" in Sachen Golf liegt das Regelwerk des Deutschen Minigolf-Sportverbandes zugrunde.

Die Bahnen sollen mit handelsüblichen Puttern oder Mini-Golfschlägern gespielt werden. Dabei sind die seitlich von höherem Rasen (Raff) begrenzten Flächen bis zu 50 Meter lang und mit starken Geländeverformungen versehen. Landet der Ball im Raff, muss er gleich wieder auf die Bahn zurückgespielt werden.

Die Hindernisse bestehen üblicherweise aus Sandbunkern, Wasserläufen und großen Steinfindlingen. Dem Erfindungsreichtum sind keine Grenzen gesetzt, wobei gerne lokale Motive berücksichtigt werden. In Meeschendorf können die Besucher den Ball über eine nachgebildete Fehmarn-Sundbrücke spielen.

Landschaftsgärtner sorgen oft für ein hübsches Drumherum. Was Familien gefällt, kommt bei den Leistungssportlern allerdings nicht unbedingt gut an. Die Fußballspieler lassen ihre Tore ja auch seit mittlerweile 100 Jahren 7,32 Meter breit und 2,44 Meter hoch.