Volleyballer drehen verloren geglaubte Regionalligapartie

Als die Regionalliga-Volleyballer des SV Warnemünde fast schon auf der Heimreise nach Rostock waren, prägte Daniel Pötz, Kapitän des gastgebenden VfL, den Spruch des Tages: "Gegen Pinneberg hast du die Punkte erst sicher, wenn du Pinneberg-Süd auf die Autobahn fährst."

Pinneberg. Vernommen hatten diese Worte aber nur wenige Umstehende, feierten doch etwa 100 VfL-Fans das 3:2 (18:25, 25:19, 20:25, 25:17, 16:14) ihrer Mannschaft über den Titel- und Aufstiegsaspiranten zu diesem Zeitpunkt schon mit ohrenbetäubendem Applaus und Jubel. Danach hatte kurz vor Ende der hochdramatischen Partie, die sich über 106 Minuten hinzog, nichts hingedeutet. Im Tiebreak nämlich führten die Rostocker bereits 14:11, hatten dreimal Matchball.

Die zweite Saisonnniederlage vor Augen setzte VfL-Trainerfuchs Joachim "Ollie" Müller dann alles auf eine Karte, wechselte für Zuspieler Sebastian Rieck den blockstarken Stefan Imke ein. Und der machte gleich einen guten Job, punktete zweimal in schneller Folge. Den letzten Ball der Partie schlugen die Gäste ins Aus - der Rest war überschäumende Siegesfreude auf dem Parkett und auf den Rängen.

"Sensationell, so etwas kannst du eigentlich nicht mehr drehen", vermochte Imke sein Glück kaum zu fassen. Einen Matchwinner benennen wollte der Pinneberger Coach aber nicht: "Wir konnten diesen Sieg nur einfahren, weil wir als Mannschaft funktioniert haben." Das soll auch am kommenden Sonnabend (17 Uhr) der Fall sein, wenn sich in der Jahnhalle Hamburg-Rivale VG Wiwa (Neunter/4:6 Punkte), Müllers Ex-Team, beim Tabellendritten (6:2) vorstellt.