Pinneberg
Oberliga: Uetersen erwartet Wedel zum Derby

Die Luft bleibt dünn für die Kreisrivalen

Das Heimteam hat Punkte im Abstiegskampf ebenso nötig wie die Gäste, die einen Test in Elmshorn 4:1 gewannen.

Uetersen/Wedel. Es ist ja alles wieder gut zwischen den Fußballern des FC Elmshorn (Landesliga) und des TSV Wedel (Oberliga). Nachdem er von den Vorwürfen des Elmshorner Trainers Papa Ndiaye ("Die Wedeler sprechen unsere Talente an.") hörte, hatte TSV-Manager Detlef Kebbe zum Telefon gegriffen und die Angelegenheit aus der Welt geschafft. Walter Zessin, der andere TSV-Manager, konnte sich eine süffisante Bemerkung nicht verkneifen: "Ich möchte die Elmshorner nur mal dran erinnern, dass sie erst kürzlich unseren Spieler Sören Holzapfel abgeworben haben."

Mit einem 4:1 (1:1)-Erfolg nach Toren von Jan Weinert, Mümin Mus, Tugay Hayran und Ata Yamrali (Elfmeter) an der Wilhelmstraße stimmten sich die Wedeler auf das Oberliga-Derby am Sonntag (14 Uhr) beim TSV Uetersen ein. Putzig, dass sie sich ausgerechnet die Elmshorner als Testspielgegner aussuchten. Im Anschluss an das 4:3 des FCE im Landesligaspiel vor einem guten Jahr waren zwischen beiden Teams noch die Fetzen geflogen.

Eine weitere von insgesamt nur vier Saisonniederlagen (1:2) holten sich die Wedeler dann am 15. März in Uetersen ab. Ein ähnliches Resultat schwebt den Gastgebern nun auch beim Wiedersehen eine Etage höher vor, wobei Uetersens Trainer Peter Ehlers insgeheim auf den Durchbruch des Ex-Wedelers Pascal Gertschat (zurück von einer Geschäftsreise) hofft: "Er macht sich bei uns ganz gut. Aber es wird Zeit, dass er auch mal ein Tor erzielt." Eddy Enderle, Helge Kahnert und Konstantin Rischuk sind die übrigen Kandidaten, die für Martin Schwabe (Grippe), Parvis Sadat-Azizi (Rote Karte) und eventuell Serge Haag (Verdacht auf Bänderriss) in die Bresche springen könnten. "Es wird heiß. Als Tabellenletzter müssen wir gewinnen, das ist doch klar", sagt Peter Ehlers.

Im Sinne von mehr Planungssicherheit für die Saison 2009/10 geht aber auch Kebbe von noch so manchem Wedeler Sieg vor der Winterpause aus, so etwa in Uetersen, zumal sich mit Ausnahme von Roman Kirschstein und Matin Abdul alle Akteure bester Gesundheit erfreuen.

Punkte für den Klassenerhalt benötigt auch die SV Halstenbek-Rellingen , die am Sonntag um 14 Uhr gegen den Überraschungs-Vierten TSV Niendorf wieder mit Robert Hermanowicz (Zerrung) rechnen kann. "Ich spüre noch ein leichtes Ziehen im rechten Oberschenkel, aber zur Not lasse ich mir eine Spritze setzen", kündigte der Abwehrspieler an.