Kreis Pinneberg

Kostenlose Schnelltests gibt’s bisher nur auf dem Papier

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Ansgar Rieks, Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe, unterhält sich im Impfzentrum Prisdorf mit dessen Leiterin Silke Dräger von der Kreisverwaltung.

Ansgar Rieks, Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe, unterhält sich im Impfzentrum Prisdorf mit dessen Leiterin Silke Dräger von der Kreisverwaltung.

Foto: Michael Schmidt

Privater Anbieter arbeitet an Lösung für Tests. Inzidenz steigt weiter leicht. Ranghoher Offizier lobt Arbeit im Impfzentrum.

Kreis Pinneberg.  Mit 20 neuen Fällen hat das Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg am Dienstag drei Corona-Neuinfektionen mehr gemeldet als am Dienstag der Vorwoche. Die Sieben-Tage-Inzidenz entfernt sich damit wieder ganz langsam von der 35er-Marke, der sie am Wochenende (36,0) schon mal sehr nah war. Sie liegt aktuell bei 39,6. Den Angaben der Behörde zufolge kam es zu den meisten der 20 Ansteckungen „in den größeren Städten“, wobei ausdrücklich Wedel, Uetersen und Elmshorn genannt werden.

Seit Beginn der Corona-Pandemie vor gut einem Jahr haben sich im Kreis Pinneberg 7640 Menschen mit dem SARS-CoV-2-Erreger infiziert. 315 von ihnen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Bislang mussten 783 Patienten in Krankenhäusern behandelt werden, am Dienstag kam es zu einer Neuaufnahme. Auf der anderen Seite gelten 7042 aller Infizierten als genesen. Daraus lässt sich die Zahl der zurzeit aktiven Fälle im Kreis Pinneberg berechnen: Es sind momentan 283.

Kostenlose Schnelltests: Falscher Eindruck entstanden

Nach der Bund-Länder-Konferenz und der Kommunikation des Bundes und der Länder ist der Eindruck entstanden, dass ab sofort flächendeckend kostenlose Corona-Schnelltests zur Verfügung stünden. Entsprechende Fragen wurden in den vergangenen Tagen auch an die Stadt Wedel herangetragen. Die stellt klar, dass es aktuell noch keine Regelungen für flächendeckende kostenlose Schnelltestungen gebe. Der Beschluss laute lediglich, dass von Montag, 8. März, an der Bund die Kosten übernimmt. Mit der Zusage der Übernahme der Kosten seien aber wichtige Punkte noch nicht geregelt: Wer testet, aus welchen Beständen kommen die Tests, und wie werden sie abgerechnet? Darüber müssen sich Bund und Länder erst noch verständigen. Das Land Schleswig-Holstein ist mit den kommunalen Landesverbänden im Gespräch, ob und wie die Kommunen bei der Umsetzung helfen können und sollen, heißt es auf www.wedel.de. Die Stadt Wedel hoffe, dass es hierzu im Laufe der Woche Klarheit gibt. Lediglich für Schul- und Kita-Personal sei das Testregime für nächste Woche organisiert.

Den Städten und Kommunen liegen derzeit also noch keine Vorgaben vor, in welcher Form und von wem öffentliche Testungen organisiert werden sollten. Hier wird letztlich die Entscheidung der zuständigen Gesundheitsbehörde des Kreises Pinneberg maßgeblich sein.

Pinnebergs Erzieher und Lehrer werden an der Dingstätte getestet

In Elmshorn können Selbstzahler seit einem Monat überprüfen lassen, ob sie SARS-CoV-2 in sich tragen. Der Pflegepartner Nord Ambulant bietet in der Hamburger Straße 182 auf dem Parkplatz den Antigenschnelltest für 34,90 Euro an (wir berichteten). Diese Möglichkeit besteht auch in der Dingstätte 28b in Pinneberg. Der Pflegedienst Nord Ambulant arbeitet daran, auch die kostenlosen Testungen einmal die Woche zu ermöglichen. Es besteht allerdings noch sehr viel Klärungsbedarf. Aktuell können sich dort nur Erzieher und Lehrer kostenlos einmal in der Woche testen lassen. Auf der Homepage www.corona-schnelltest-sh.de können Termine für die Schnelltests in Pinneberg und Elmshorn vereinbart werden.

Unterdessen hat Generalleutnant Ansgar Rieks, Stellvertreter des Inspekteurs Luftwaffe, das Impfzentrum in Prisdorf besucht und sich über die Arbeit der dort tätigen Soldatinnen und Soldaten informiert. Eindruck des Offiziers mit den drei goldenen Sternen: „Alles ist gut organisiert, unsere Soldaten sind gut aufgenommen und voll ins Team integriert. Man merkt die gute Zusammenarbeit zwischen Kreis, Impfzentrum und den Soldaten der Unteroffizierschule.“

( sul/ade )

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