Kreis Pinneberg

Vormarsch der Pest – Ente und Gans sterben an Vogelgrippe

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ARCHIV - 04.08.2007, Bayern, München: "Wildvogelgeflügelpest Sperrbezirk" steht auf einem Schild an der Bundesstraße nahe des Ismaninger Speichersees. Mehrere Fälle der Geflügelpest sind in Bayern bestätigt worden. Nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums ist die Krankheit bei mehreren Wildenten im Landkreis Passau nachgewiesen worden. Foto: Frank Leonhardt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV - 04.08.2007, Bayern, München: "Wildvogelgeflügelpest Sperrbezirk" steht auf einem Schild an der Bundesstraße nahe des Ismaninger Speichersees. Mehrere Fälle der Geflügelpest sind in Bayern bestätigt worden. Nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums ist die Krankheit bei mehreren Wildenten im Landkreis Passau nachgewiesen worden. Foto: Frank Leonhardt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Frank Leonhardt / dpa

Bei zwei weiteren Vögeln im Kreis Pinneberg ist die Geflügelpest nachgewiesen worden. Was man jetzt beachten sollte.

Kreis Pinneberg.  Im Kreis Pinneberg sind zwei weitere Fälle von Geflügelpest bekannt geworden. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat beide bestätigt. Es handelt sich um eine Stockente , die in Pinneberg aufgefunden wurde, und eine Wildgans , die in Uetersen verendet ist. Die toten Vögel wurden auf Geflügelpest beprobt, bei beiden wurde das Influenzavirus A Subtyp H5N8 nachgewiesen.

Die Kreisverwaltung setzt nun auf die Mithilfe von Spaziergängern. Wer einen toten Wasservogel, zum Beispiel eine Ente, eine Gans oder eine Möwe, aber auch einen verendeten Greifvogel findet, wird gebeten, sich beim örtlichen Ordnungsamt oder beim Veterinäramt der Kreisverwaltung zu melden. Letzteres ist per E-Mail unter der Adresse
vetamt@kreis-pinneberg.de zu erreichen. Wer einen Fund mitteilt, sollte unbedingt eine Rückrufnummer angeben, um eventuelle Fragen zu beantworten, beispielsweise zum genauen Fundort. Die Tiere sollten auf keinen Fall angefasst werden, sondern am Fundort verbleiben.

Diese Notrufnummern gibt es in Pinneberg

Tote Vögel anderer Arten wie Singvögel und Tauben müssen nicht gemeldet werden. Für Fragen hat der Kreis Pinneberg unter der Telefonnummer 04121/45 02 21 00 ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist montags bis donnerstags von 8.30 bis 15.30 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr zu erreichen.

Landesweit hat das FLI einer Mitteilung des Landesumweltministeriums zufolge weitere 41 Nachweise der Geflügelpest bei Wildvögeln bestätigt. Demnach liegen liegen Befunde auch aus den Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen, Segeberg, Rendsburg-Eckernförde und Herzogtum Lauenburg vor. Daneben wurde die Geflügelpest erstmals bei Wildvögeln aus Ostholstein nachgewiesen. Die Gesamtzahl der jüngst bestätigten Fälle liegt damit bei 264.

Seit Mitte November sind alle privaten und gewerblichen Halter von Geflügel in Schleswig-Holstein unabhängig von Betriebsart oder Größe dazu verpflichtet, ihre Tiere zum Schutz vor der Geflügelpest aufzustallen.

( HA )

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