Quickborn

Fünf Hamburger feiern die Sehnsucht

BESATZUNG: Johnny: Gesang, Trompete Fiete: Akkordeon, Gesang HoDi: Tuba Onkel Erwin: Saxophon, Klarinette Willi: Schlagzeug, Gesang

BESATZUNG: Johnny: Gesang, Trompete Fiete: Akkordeon, Gesang HoDi: Tuba Onkel Erwin: Saxophon, Klarinette Willi: Schlagzeug, Gesang

Foto: Fritz Jaenecke

In Quickborn gastiert das Quintett Albers Ahoi! mit Klassikern in neuem Gewand. Neustart für die Kammermusik. Was sie spielen.

Quickborn.  Es wird hamburgisch in Quickborn, sehr hamburgisch sogar. Oder wie soll man Gassenhauer wie „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ oder „Nimm mich mit Kapitän“ werten? Eben. Wenn der Verein Kammermusik Quickborn in 14 Tagen also den Konzert-Neustart nach der Corona-Pause wagt, dann mit viel Hamburger Folklore, nämlich den Liedern von Hans Albers. Allerdings kommen diese Perlen in sehr jugendlichem Gewand an den Hamburger Stadtrand. Denn sie werden von der Kapelle Albers Ahoi! interpretiert – einem Zusammenschluss von fünf Künstlern, die den alten Klassikern frischen Wind einhauchen wollen.

Das Eulenfest der Stadt muss zwar coronabedingt ausfallen, an dem traditionellen Eulenfestkonzert der Freunde der Kammermusik soll aber festgehalten werden. Deshalb wird am Montag, 14. September, maritime Musik mit echtem Publikum geboten, und zwar im Artur-Grenz-Saal der Comenius-Schule. Es wird zwar eine Veranstaltung ohne Abendkasse, ohne Konzertpause und ohne Catering – aber es wird eine Veranstaltung. Mutmaßlich sogar eine kulturell wertvolle.

Veranstalter hoffen auf bessere Zeiten

Die fünf jungen Musiker der Band Albers Ahoi! aus Hamburg gelten nicht nur als brillante Instrumentalisten und Interpreten der Hans-Albers-Klassiker, sie würzen ihre Show auch mit unterhaltsamen Varietéeinlagen, dosieren an den richtigen Stellen den Witz und bestreuen das Ganze mit einer Prise Seemannsgarn. Tuba, Klarinette, Pauke und Schifferklavier kommen zum Einsatz. Besucher sollen so in die Welt der Seemannslieder entführt werden. Versprochen wird ein Abend, der nach Freiheit duftet und die Ferne besingt, „irgendwo zwischen Hamburg und Haiti“.

Passend zu diesem sehnsuchtsvollen, maritimen Auftakt der Saison wünschen sich auch die Veranstalter wenig mehr als einen kleinen Sonnenstrahl am Veranstaltungshorizont. Oder, um es mit Eberhard Hasenfratz, dem Vorsitzenden der Freunde der Kammermusik, zu sagen: „Wir alle hoffen auf bessere Zeiten.“ Da kommen die „fünf raubeinigen, aber herzlichen“ Musikmatrosen Hans, Fiete, Horst-Dieter („HoDi“), Fiörn und Hein Mück gerade recht. Nicht grundlos bezeichnen sie ihre Lieder als „Trostbringer“, zu denen geschunkelt und mitgesungen werden darf.

Dieser Schwung soll auch in die poetischen Augenblicke mitgenommen werden, wenn die Musiker über Liebe, Treue und Heimatverbundenheit sinnieren. Und damit kennen sie sich aus. Die fünf Leichtmatrosen haben sich einst im Circus Mignon kennengelernt und sind waschechte Hamburger Jungs, die die weite Welt des Hans Albers für einen Abend nach Quickborn bringen.

Eulenfestkonzert mit Albers Ahoi! in Quickborn am Montag, 14. September, von 19.30 Uhr an im Artur-Grenz-Saal der Comenius-Schule (Am Freibad 7). Karten zu 25 Euro für Nichtmitglieder, 20 Euro für Mitglieder und 10 Euro ermäßigt, sind an den Vorverkaufsstellen (Goethe Apotheke im Harksheider Weg 99, Buchhandlung Theophil Am Freibad 4a, AKN Service Center Bahnhofstraße 114) erhältlich. Keine Abendkasse.