Kreis Pinneberg

Schenefelder Einkaufszentrum bekommt ein Fitnessstudio

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Arne Kolarczyk
Alexander Sosa, Geschäftsführer und Inhaber vom „Sports Club", mit Anne Bahr, Marketingleiterin Stadtzentrum Schenefeld, auf der künftigen Fläche des Fitnessstudios. Der neu verlegte Fußboden ist noch abgedeckt, um Schäden zu vermeiden. Kurz vor der Eröffnung Anfang August werden die Fitness- und Cardiogeräte angeliefert und aufgestellt.

Alexander Sosa, Geschäftsführer und Inhaber vom „Sports Club", mit Anne Bahr, Marketingleiterin Stadtzentrum Schenefeld, auf der künftigen Fläche des Fitnessstudios. Der neu verlegte Fußboden ist noch abgedeckt, um Schäden zu vermeiden. Kurz vor der Eröffnung Anfang August werden die Fitness- und Cardiogeräte angeliefert und aufgestellt.

Foto: Arne Kolarczyk

„Sports Club“ eröffnet Anfang August im Stadtzentrum. Inhaber investiert 1,6 Millionen Euro – und sieht Corona-Krise als Chance.

Schenefeld.  Der Countdown läuft: Anfang August eröffnet im Stadtzentrum Schenefeld eines der modernsten Fitnessstudios der Region, sagt zumindest Alexander Sosa. Der Geschäftsführer und Inhaber der „Sports Club“-Kette investiert 1,6 Millionen Euro in den Standort und sieht die Corona-Krise als Wettbewerbsvorteil für später. „Andere verfallen in Schockstarre, wir investieren gerade jetzt.“

Der 49-Jährige dürfte für das Stadtzentrum Schenefeld ein Glücksgriff sein. Gerade in Zeiten, wo größere Einzelhandelsflächen leerstehen und neue Mieter rar gesät sind, belegt Sosa mit seinem „Sports Club“ 1700 Quadratmeter. Für ihn ist es das achte Studio, das vierte in einem Einkaufszentrum. „Wir ziehen nur noch in Einkaufszentren, da haben wir unsere Nische gefunden.“ Häufig würden dort größere Flächen leerstehen, die früher von Elektronikmärkten genutzt worden seien und für die es keine Nachfolger gäbe. „Für uns sind diese Flächen prädestiniert.“

Auch im Stadtzentrum gibt es einen derartigen Leerstand auf 1200 Quadratmetern, nachdem Medimax im September 2018 seine Türen schloss. „Für diese Fläche laufen nach wie vor Verhandlungen“, sagt Anne Bahr, Marketingleiterin im Stadtzentrum. Alexander Sosa hat sich für seinen „Sports Club“ einen anderen Standort gesichert – nämlich im Neubautrakt über dem Rewe-Markt. Diese Fläche über zwei Etagen war bisher noch unvermietet und befand sich im Rohbauzustand, sodass der Geschäftsmann von Beginn an seine eignen Vorstellungen verwirklichen konnte.

Jetzt zieren großformatige, beleuchtete Bilder die Wände, die etwa die HafenCity oder die Alster zeigen. Der Holzfußboden ist bereits verlegt, jedoch noch mit Schutzfolie abgedeckt. Ende Juli werden die 150 Geräte, unter anderem von Herstellern wie Life Fitness und EGym, geliefert und aufgebaut. Wer an den Cardiogeräten seine Ausdauer verbessert, kann nebenbei aus dem Fenster schauen – oder auf dem Monitor Fernsehen oder Netflix sehen. Viele Geräte funktionieren mit einem Transponder vollautomatisch. Der Chip regelt auch den Zugang zum Studio, das in der zweiten Etage über einen Kursraum – geplant sind 100 Les Mills-Kurse pro Woche – sowie einen Wellnessbereich mit zwei Saunen verfügen wird.

Sosa sieht Schenefeld als idealen Standort an, will Mitglieder aber auch aus Halstenbek, Pinneberg und aus den umliegenden Hamburger Stadtteilen wie Lurup oder Osdorf gewinnen. „Unser Ziel ist es, schnell auf 1500 bis 2000 Mitglieder zu kommen, um den Break-Even zu erreichen.“ Zu Beginn wird ein 24-Monats-Vertrag, der normalerweise 49,90 Euro pro Monat kostet, für 29,90 Euro angeboten. Auch nach Vertragsende bleibt der Tarif erhalten. Wer zu Beginn einen Vertrag für ein Jahr abschließt, zahlt 39,90 Euro pro Monat. Geöffnet werden soll werktags von 7 bis 23 Uhr, sonnabends und sonntags von 9 bis 21 Uhr.

Zehn Vollzeitstellen für Trainer werden in Schenefeld geschaffen. Sosa hat den Standort einer Discountfitnesskette weggeschnappt. „Ich hatte erfahren, dass die schon ganz lange mit dem Stadtzen­trum verhandeln. Da habe ich kurzerhand ein Angebot gemacht.“

Es habe keine 30 Minuten gedauert, bis Einigkeit erzielt worden sei. Der Chef der Fitnesskette, deren Filialen aktuell alle im Hamburger Umland liegen, kündigt eine weitere Expansion an und hat auch Standorte in der Hansestadt im Visier. Bisher ist seine Kette mit Standorten in Bergedorf, Buchholz, Ahrensburg, Bad Segeberg, Lütjenburg, Schwarzenbek und Wittenberge vertreten.

Auch eine Expansion über den Norden hinaus kann sich der 49-Jährige vorstellen. „Wir haben ein gutes Konzept, das wir bundesweit ausrollen könnten. Es fehlen nur noch die guten Standorte.“ Zunächst steht für Sosa jedoch die Eröffnung in Schenefeld im Fokus. Er hofft auf viele Mitglieder – und das Stadtzen­trum auf einen Frequenzbringer, der zusätzliche Kunden anlockt und langfristig weitere Geschäftsleute motiviert, einen Ableger in Schenefeld zu eröffnen.

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