Bahnstrecke Hamburg-Sylt

Bahn rammt Sofa auf den Gleisen: 36 Züge verspätet

Ein Triebwagen der Nprdbahn hat das Sofa zermalmt.

Ein Triebwagen der Nprdbahn hat das Sofa zermalmt.

Foto: Bundespolizei

Unbekannte hatten das Möbelstück auf die Gleise gestellt – und das gleich zweimal. Ein Lokführer konnte nicht mehr bremsen.

Elmshorn.  Ein Sofa hat den Verkehr auf der Bahnstrecke Hamburg–Sylt am Dienstagabend stark behindert. 36 Züge fuhren Verspätungen ein beziehungsweise fielen sogar ganz aus.

Ein Lokomotivführer hatte das Möbelstück gegen 20.45 Uhr bei Elmshorn (Kreis Pinneberg) auf den Gleisen gesichtet und die Bundespolizei alarmiert.

Sofa blockiert Schienen zwischen Hamburg und Sylt

Beamte der Elmshorner Polizei rückten in Amtshilfe an und schleppten die Couch von den Gleisen. Dafür musste die Strecke für 45 Minuten gesperrt werden.

Was die Polizisten im Nachhinein als besonders dreist empfinden: Sie müssen bei ihrem Tun beobachtet worden sein.

Kaum dass sie weg waren, stand das Sofa jedenfalls wieder auf den Schienen. Der Führer des nächsten Zuges sah es zwar noch, konnte aber trotz einer Notbremsung nicht mehr rechtzeitig anhalten.

Pinneberg: 134 Fahrgäste bleiben bei Kollision unverletzt

Es kam zum Zusammenstoß. 134 Passagiere blieben zum Glück unverletzt. Diesmal musste die Bahnstrecke für anderthalb Stunden gesperrt werden.

Polizisten suchten das Umfeld ab, konnten aber niemanden finden. Nun sucht die Bundespolizei Zeugen, die im Bereich der Eisenbahnbrücke Heidmühlenweg/Adenauerdamm/von Aspern Straße zwischen 20.30 und 23 Uhr verdächtige Personen beobachtet haben.

Polizei warnt: Sofa auf den Gleisen sei kein "Dumme-Jungen-Streich"

„Möglicherweise haben sie ein Sofa getragen“, so ein Polizeisprecher. Die Beamten sind unter der Nummer 0461/313 20 zu erreichen.

Die Bundespolizei warnt: So etwas ist kein Dumme-Jungen-Streich! Wer Gegenstände auf die Gleise lege, mache sich nicht nur strafbar, sondern gefährde auch Bahnreisende.

Schlimmstenfalls könne ein Zug entgleisen. Auch könne es zu Beschädigungen am Zug kommen. Die dabei entstehenden Kosten könnten schnell im fünfstelligen Bereich liegen und würden den Verursachern in Rechnung gestellt.

( sul )

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