Straßenverkehr

SPD fordert Verkehrserfassung im Kreis Pinneberg

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Wie viele Autos fahren wo und wann in welche Richtung? Diese Daten will die Kreis-SPD erheben (Symbolbild).

Wie viele Autos fahren wo und wann in welche Richtung? Diese Daten will die Kreis-SPD erheben (Symbolbild).

Foto: Fabian Schindler / HA

Der Kreis müsse wissen, wo wann wie viele Autos in welche Richtung fahren. Politiker fordern systematische Datenerfassung des Verkehrs.

Kreis Pinneberg.  Die Kreisverwaltung müsse Verkehrsdaten systematisch erfassen, um Erkenntnisse über die tatsächliche Belastung auf den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen zu gewinnen. Das fordert die Kreis-SPD. Doch bei der Verkehrserfassung stecke die Verwaltung noch immer in den Kinderschuhen, meint Ulrich Rahnenführer, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Planung und Verkehr. Er sagt: „Die Kreisverwaltung hat derzeit nur ein mobiles Verkehrsdatenerfassungsgerät. Verkehrsdatenerfassungen erfolgen nur anlassbezogen durch sporadische Messungen, mittels Hochrechnungen oder durch Rückgriff auf ältere Gutachten. Mit diesen Daten können verkehrstechnische Maßnahmen sowie verkehrsrechtliche als auch planerische Entscheidungen nicht immer nach dem letzten Stand der Technik getroffen werden.“

Stattdessen brauche es eines Konzepts für eine systematische Verkehrsdatenerfassung, die ein Gesamtbild der Verkehrsbelastungen – aufgeteilt nach Anzahl der Fahrzeuge, Fahrzeugklassen, Fahrtrichtungen, Geschwindigkeit und Abstand – wiedergibt, so Ulrich Rahnenführer. Das brächte aus seiner Sicht ganz praktisch viele Vorteile: So können beispielsweise erforderliche Reparatur- und Sanierungsarbeiten an Kreisstraßen zeitgerecht erkannt und behoben werden. Bei reparaturbedingten Sperrungen von Straßen könnte beurteilt werden, ob die Umleitungsstraßen das Verkehrsaufkommen aufnehmen könnten und welche Alternativen möglich seien. „Gerade bei den anstehenden Brückensanierungen müssen Strecken als Umleitung ausgewiesen werden, die eine Beeinträchtigung von Mensch und Natur auf ein Minimum reduzieren sollen“, so Rahnenführer. Auch für den Ausbau und die Sanierung der Radverkehrsinfrastruktur des noch zu beschließenden Radverkehrskonzepts werde eine Verkehrsdatenerfassung benötigt.

In einem ersten Schritt – so ein Antrag der SPD für die nächste Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Wirtschaft und Planung – soll die Verwaltung aufzeigen, welche Anzahl von Messgeräten erforderlich und welcher personelle Aufwand notwendig wären, um eine systematische Verkehrsdatenerfassung zu ermöglichen. Die Sitzung beginnt am Dienstag, 16. Juni, um 18.30 Uhr im Raum Arboretum der Kreisverwaltung.

( HA )

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