Pinneberg
Quickborn

Gymnasium bekommt nach 40 Jahren eigene Aula

Zur Einweihung des Zwischenbaus am Schulzentrum-Süd pflanzten Schüler und Lehrer einen Baum.

Zur Einweihung des Zwischenbaus am Schulzentrum-Süd pflanzten Schüler und Lehrer einen Baum.

Foto: Burkhard Fuchs / Burkhard Fuchs Burkhard Fuchs

3,5 Millionen Euro teurer Zwischenbau des Quickborner Elsensee-Gymnasiums ist eingeweiht worden.

Quickborn. Mit Musik, Tanz, Chorgesang und dem Pflanzen eines Baumes hat das Elsensee-Gymnasium in Quickborn die Fertigstellung des neuen Zwischenbaus gefeiert. Die Oberschule, an der 62 Lehrer zurzeit 820 Schüler unterrichten, verfügt damit 40 Jahre nach ihrem Neubau endlich über eine Aula mit Bühne. Und über einen „repräsentativen Haupteingang“, freut sich Schulleiter Michael Bülck.

Seinen Amtsvorgängern und all den Tausend Schülern, die seit 1980 hier ihr Abitur gemacht haben, blieb dies lange verwehrt. Insofern habe sich die Beharrlichkeit der Schulvertreter ausgezahlt, dies immer wieder anzumahnen.

Bülck sei auch dankbar, dass Verwaltung und Politik auf die Wünsche der Schule eingegangen seien. So könnten die Lehrer und Schüler jetzt trockenen Fußes zwischen den beiden alten Gebäudeteilen hin- und herlaufen und sich auch in der neuen Mensa und der Cafeteria, Forum genannt, zum treffen.

Der 900 Quadratmeter große Zwischenbau, der in zwei Jahren Bauzeit fertig gestellt wurde und 3,5 Millionen Euro gekostet hat, bietet neben der großen Aula, der Cafeteria und der Mensa auch einen Musikraum, drei weitere Klassenräume und einen Gruppenraum. Zudem wurden Glasfaserleitungen mit der neuesten Technik verlegt.

„Das Gebäude ist architektonisch ansprechend und steht mit seinen hellen Räumen für Offenheit und Transparenz“, lobt Schuldirektor Bülck. „Wir haben jetzt ganz neue Möglichkeiten, den Unterricht zu gestalten.“

Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl bezeichnete das „wunderschöne neue Gebäude“ als „Herz der Schule“, das dem Gymnasium lange gefehlt habe. Der Bau während des laufenden Schulbetriebes sei „eine Operation am offenen Herzen“ und eine große Belastung für Lehrer und Schüler gewesen. „Moderne Schulen sind uns in Quickborn ganz wichtig“, sagte der Verwaltungschef und erinnerte daran, dass die Stadt in den vergangenen zehn Jahren etwa 60 Millionen Euro in die Sanierung und Modernisierung aller Schulen gesteckt habe.

Wie wichtig Investitionen in die Bildung seien, hätten inzwischen alle Kommunen und Behörden erkannt, so Köppl. Vorbei die Zeiten, als er sich noch gegenüber dem Steuerzahlerbund habe rechtfertigen müssen, dass Quickborn neue Schulen baute, obwohl doch die Schülerzahlen zurückgingen. Tatsächlich seien in den vergangenen 15 Jahren die Zahlen von 3200 auf jetzt 2700 Schüler gesunken, aber nun stabil, erklärt Fachbereichsleiter Burkhard Arndt.

Noch ist aber auch das Schulzentrum-Süd, in dem das Elsensee-Gymnasium über die früheren Räume der verlagerten Heidberg-Realschule verfügt, nicht fertig saniert. Zwei Jahre dauert es noch. Insgesamt hat Quickborn am Ende dann 20 Millionen Euro allein in diese Schule investiert.