Haseldorf

Ein Dinner für den Schottischen Nationaldichter

Thomas Herion (l.) mit Haggis, Hans Grothusen mit Dudelsack.

Thomas Herion (l.) mit Haggis, Hans Grothusen mit Dudelsack.

Foto: Kirsten Heer

Der Kulturverein Haseldorfer Marsch feiert Burns Supper mit Lesung, Liedern, Dudelsack und Whisky. Los geht es am 25. Januar.

Haseldorf.  Robert Burns (1759–1796) ist in den Augen vieler Schotten ihr wichtigster Dichter, vergleichbar in seiner Bedeutung mit William Shakespeare für die Engländer und Johann Wolfgang von Goethe in Deutschland. Eines der wichtigsten Werke ist für seine Landsleute ein Gedicht, das er ihrem Nationalgericht Haggis gewidmet hat.

„The Address to a Haggis“ steht im Mittelpunkt einer traditionellen Feier, die in Schottland immer am 25. Januar, dem Geburtstag Burns’, begangen wird. Burns Supper wird auch vom Kulturverein Haseldorfer Marsch gefeiert. Der Vorsitzende Thomas Herion ist bekennender Schottland-Fan, liebt das Nationalgericht und hat das Fest in die Haseldorfer Marsch importiert.

Verschiedene Whiskey-Sorten können probiert werden

Wobei er zugibt, dass die Zutatenliste für den Haggis-Novizen gewöhnungsbedürftig klingt. Der Magen eines Schafes wird mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt und muss mindestens vier Stunden im Backofen schmurgeln. Reichlich Pfeffer gibt dem Nationalgericht die Schärfe.

Während des Essens wird das Lobgedicht auf die Mahlzeit rezitiert, was der Vereinsvorsitzende sich nicht entgehen lässt. Ehrensache, dass er dazu seinen Kilt tragen wird, wie es die Männer in Schottland auch tun. Dort wird der Schafsmagen mit einem Schwert aufgeschlitzt, und der Inhalt ergießt sich auf die Servierplatte. Teilnehmer können nachprüfen, ob die Liebe zur Originalzeremonie in Haseldorf so weit geht.

Zum Essen wird Cider gereicht, anschließend soll Whisky der Verdauung auf die Sprünge helfen. Um die Unterschiede herauszuschmecken, können verschiedene Whisky verkostet werden. Für die musikalischen Umrahmung sorgen der Dudelsackspieler Hans Grothusen sowie die Sopranistin Petra Begas und der Pianist Michael Horn-Antoni mit schottischen Weisen.

( )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Pinneberg