Pinneberg
Quickborn

Reitwege ums Himmelmoor mit Sand befestigt

Hans-Ulrich Plaschke von der Reitervereinigung Quickborn mit Pferdefreunden und Mitarbeitern des Bauhofs im Himmelmoor

Hans-Ulrich Plaschke von der Reitervereinigung Quickborn mit Pferdefreunden und Mitarbeitern des Bauhofs im Himmelmoor

Foto: Burkhard Fuchs

Quickborner Bauhof koffert mit ausgetauschtem Sand von den Spielplätzen die ausgetretenen Pferdepfade auf dem Rundweg aus.

Quickborn.  Gute Nachricht für die Reitfreunde im Raum Quickborn. Mit Hilfe des städtischen Bauhofs werden die ausgetretenen Reitwege rund ums Himmelmoor ausgekoffert und wieder befestigt. „Somit können die Reiter jetzt zwei weitere Monate ihrem Hobby nachgehen“, sagt Hans-Ulrich Plaschke von der Reitervereinigung Quickborn. Diese sorgte vor zehn Jahren dafür, dass ein 14 Kilometer langer Reitrundweg um das Hochmoor geschaffen wurde, der außer Quickborn auch die Nachbargemeinden Hemdingen und Borstel-Hohenraden betrifft.

Der Bauhof der Stadt Quickborn nutze dafür den ausgetauschten Sand von den Spielplätzen, erläutert Fachbereichsleiter Uwe Scharpenberg. „Den müssten wir sonst teuer entsorgen. Somit schlagen wir hier zwei Fliegen mit einer Klappe.“ Die Pferdefreunde könnten bald wieder auf befestigten Böden reiten, die Stadt Quickborn spare sich Entsorgungskosten. Mit fünf Tonnen Sand wurden zunächst am Donnerstag die von den Vierbeinern ausgetrampelten Banketten wieder aufgefüllt.

Damit allein sei es noch nicht getan, erklärt Reitexperte Plaschke. Im Laufe der Jahre seien auch die Banketten von Bäumen und Büschen überwuchert worden. Da viele Stellen entlang des Reitweges in privater Hand seien, wäre es schön, wenn die überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen von den Eigentümern wieder so freigeschnitten und gemäht werden, dass die Pferdefreunde hier problemlos entlang reiten könnten. Er habe dafür auf Quickborner Gebiet die Stadtverwaltung sensibilisiert, die betreffenden Grundstücksbesitzer anzusprechen, sagt Plaschke. Für die Wege außerhalb der Stadt hat er eine Mail an die Bürgermeister von Hemdingen und Borstel-Hohenraden beziehungsweise ihre Amtsverwaltungen geschrieben. „Wir sollten aufeinander Rücksicht nehmen. Schließlich haben wir nur eine Natur, die von Bauern, Reitern, Fußgängern, Jägern und Hunden genutzt wird.“

Plaschke möchte erreichen, dass das Himmelmoor, in dem jetzt der Torfabbau aufgehört hat, zu einer reiterfreundlichen Region erklärt wird. Wenn die Nachbarorte mitspielten, sei dieser werbewirksame Titel vom Landesverband zu bekommen, der für weitere Anerkennung bei den Reitfreunden sorge. Ähnlich wie es ihm 2009 gelungen sei, Quickborn zu einer reiterfreundlichen Kommune erklären zu lassen. Das Himmelmoor sei ein echtes Reiterparadies, schwärmt er. Auf rund 3000 Pferde in 80 Ställen schätzt er die dafür in Frage kommende Reiterschar.

Nina Bettin aus Quickborn-Renzel ist eine von ihnen und begeistert vom Reiten durch das Himmelmoor. „Es wäre nur schön, wenn die Reitwege nicht mehr so zugewachsen wären.“