Pinneberg
Uetersen

Darf ein Kind heute noch Adolf heißen?

Der Streit um den Vornamen eskaliert: Marnie Rühmkorf (v.l.), Carolin Gill, Hendrik Bohn, Jan Rehbein und Oliver Rühmkorf

Der Streit um den Vornamen eskaliert: Marnie Rühmkorf (v.l.), Carolin Gill, Hendrik Bohn, Jan Rehbein und Oliver Rühmkorf

Foto: privat / HA

Uetersener Hagebuttenbühne stellt ihr neues Stück „Der Vorname“ vor. Premiere am Sonnabend, 4. November am Ludwig-Meyn-Gymnasium.

Uetersen.  Die Frage, die im Mittelpunkt des neuen Theaterstücks der Uetersener Hagebuttenbühne in Kooperation mit dem Theater am Ludwig-Meyn-Gymnasium steht, ist brisant: Darf ein Kind heute den Namen Adolf tragen? Premiere ist an diesem Sonnabend, 4. November. Zu sehen ist die Geschichte eines gemeinsamen Abendessens, zu dem der liberal intellektuelle Literaturprofessor Pierre und seine Ehefrau Élisabeth drei Personen geladen haben: Élisabeths erfolgreichen Bruder Vincent, dessen schwangere Frau Anna sowie Élisabeths Jugendfreund Claude. Der Abend beginnt harmlos, bis Vincent verkündet, welch „schockierenden“ Namen sein Sohn tragen soll. Nach dem romantischen Helden des gleichnamigen Romans von Benjamin Constant soll er Adolphe heißen. Der Name stößt in der Gruppe, die ausschließlich die Verbindung zu Adolf Hitler sieht, auf Ablehnung.

Es kommt zu heftigem Streit, und plötzlich bekommt bei den anschließenden ständig wechselnden Schlagabtauschen jeder der Anwesenden sein Fett weg. Die stetig eskalierenden Diskussionen fördern unbarmherzig lang schwelende Konflikte und gut gehütete Geheimnisse zutage …

„Der Vorname“ ist das erstes Theaterstück der beiden Autoren Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière. Die Uraufführung wurde ein sensationeller Erfolg. In der Inszenierung von Bernard Murat wurde das Stück über 250 Mal im Pariser Théâtre Edouard VII gespielt. Auch international wurde es ein Riesenerfolg: Es wurde und wird gespielt in Barcelona, Montréal, Tel Aviv, in Italien, in Südamerika, in Kanada, in den Niederlanden, in Belgien und natürlich in Deutschland.

Es spielen: Marnie Rühmkorf (Élisabeth), Oliver Rühmkorf (Pierre), Jan Rehbein (Vincent), Hendrik Bohn (Claude) und Carolin Gill (Anna). Regie führt Andreas Gunst. Es ist bereits die dritte Produktion der Hagebuttenbühne in diesem Jahr.

„Der Vorname“: Premiere Sa 4.11., 19.30 Uhr, Aula des Ludwig-Meyn-Gymnasiums (LMG) in Uetersen, Seminarstraße 10. Weitere Aufführungstermine: Fr 10.11., Sa 11.11., Fr 17. 11., und Sa 18.11.. Alle Aufführungen im LMG jeweils um 19.30 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse Moorrege, im Geschäftszimmer des LMG, an der Abendkasse sowie online unter
www.hagebuttenbuehne.de. Erwachsene zahlen acht Euro, Schüler fünf Euro.