Pinneberg
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Politiker beraten über dritte Feuerwache

Die Hauptwache der Pinneberger Wehr an der Friedrich-Ebert-Straße soll bestehen bleiben

Die Hauptwache der Pinneberger Wehr an der Friedrich-Ebert-Straße soll bestehen bleiben

Foto: Leon Fischer / HA

Dritter Feuerwehrstandort ist laut eines Gutachtens nötig. Entscheidungen darüber werden frühestens Ende November fallen.

Pinneberg.  Pinnebergs Politiker haben am Donnerstagabend in vertraulicher Sitzung des Rats erstmals über den Neubau einer neuen Feuerwache beraten. Allerdings nur kurz – denn es gibt in den Fraktionen noch reichlich Diskussionsbedarf. Dasselbe gilt für den Neubau einer Rettungswache am Wedeler Weg, der schon seit Wochen hinter den Kulissen Thema ist. Entscheidungen werden frühestens Ende November während der nächsten Ratssitzung fallen.

Das Abendblatt hatte die Pläne für einen dritten Feuerwehrstandort vor einer Woche öffentlich gemacht. Ein Gutachter hatte nachgewiesen, dass nur mit einem Neubau nahe der geografischen Mitte Pinnebergs die Sicherheit in allen Stadtteilen auf Dauer gesichert werden kann. Gebaut werden könnte auf dem Areal einer wenig genutzten BMX-Bahn an der Straße An der Raa, unweit der Parkstadt Eggerstedt.

Andere ins Auge gefasste Standorte wie der Pinneberger Marktplatz, der Parkplatz unter der Hochbrücke, eine Gewerbefläche im Rosenfeld, die Ecke Richard-Köhn-Straße/Thesdorfer Weg sowie ein Areal an der Datumer Chaussee sind nach eingehender Prüfung bereits aus dem Rennen.

Wehrführer Claus Köster hat inzwischen angeboten, Pinnebergs Politikern während anstehender Fraktionssitzungen Rede und Antwort zu stehen. Das dürfte auch nötig sein. Hinter vorgehaltener Hand zeigt manch Volksvertreter sich erstaunt. Man habe von den Plänen für eine neue Wache aus der Zeitung erfahren.

Kritik gab es während der Ratsversammlung am Donnerstag auch im öffentlichen Teil. Und zwar an der Informationspolitik der Stadtverwaltung. Das Berichtswesen werde zu lax gehandhabt. In den Vorlagen für die Politik würden Aufgaben als erledigt abgehakt, obwohl davon keine Rede sein könne. Für Sozialdemokrat Dieter Tietz ein nicht hinnehmbarer Zustand, weil die Ratsmitglieder ihre Kontrollfunktion gegenüber der Stadtverwaltung nicht angemessen ausfüllen könnten. „Wir verlangen bessere Berichte, das Vorgelegte hat teilweise einen Informationsgehalt gleich Null“, so Tietz.