Pinneberg
Landtagswahl

Abendblatt-Wahlforum: Heute geht’s in Bönningstedt weiter

Die Direktkandidaten im Wahlkreis 21: Jens Petersen (FDP, v. l.), Silke Pahl (Grüne), Klaus-Dieter Brügmann (Linke), Beate Raudies (SPD), Gerald Hinz (Piraten), Birte Glißmann (CDU) und Daniel Buhl (AfD)

Die Direktkandidaten im Wahlkreis 21: Jens Petersen (FDP, v. l.), Silke Pahl (Grüne), Klaus-Dieter Brügmann (Linke), Beate Raudies (SPD), Gerald Hinz (Piraten), Birte Glißmann (CDU) und Daniel Buhl (AfD)

Foto: Anne Dewitz / HA

Von Kita bis Krähen: Sieben Direktkandidaten diskutierten am Dienstag in Elmshorn. Als Nächstes steht der Wahlkreis 22 im Fokus

Elmshorn.  Der Theatersaal in der Elmshorner Dittchenbühne war am Dienstagabend Bühne für ein spannendes Schauspiel. Nein, diesmal war es nicht Nathan der Weise, der die Gäste in das Theater lockte, sondern die zweite Runde des Wahlforums, zu dem das Hamburger Abendblatt eingeladen hatte. Das Ziel: Die Wähler sollten mehr über die Direktkandidaten im Wahlkreis 21 erfahren, zu dem Elmshorn, das Amt Elmshorn-Land und Tornesch zählen

Daniel Buhl (AfD), Birte Glißmann (CDU), Jens Petersen (FDP), Silke Pahl (Grüne), Klaus-Dieter Brügmann (Linke), Gerald Hinz (Piraten) und Beate Raudies (SPD), Gewinnerin des Direktmandates im Jahr 2012 im Wahlkreis Elmshorn, hatten auf der Bühne Platz genommen und stellten sich den Fragen der Moderatoren Manfred Augener und Alexander Sulanke sowie denen der Zuschauer. Die Themen waren breit gestreut: bessere Zugverbindungen von Elmshorn über Tornesch nach Hamburg, das dritte Gleis, die Wiedereröffnung der Tornescher Polizeistation oder die Rückkehr von G8 zu G9 in der Schule wurden diskutiert. Auch die bislang erfolglose Vergrämung der unliebsamen Krähen aus der Elmshorner Innenstadt war Thema.

Bei der Frage nach einer Entlastung der Eltern bei den Kitabeiträgen wie in Hamburg herrschte eine einhellige Meinung: Sie sei erstrebenswert, müsse aber finanzierbar bleiben. Gerald Hinz von den Piraten forderte, dass das Land den Beitrag komplett übernehmen sollte. Beate Raudies hielt dagegen, dass das Land bereits 220 Millionen Euro für Kindertagesstätten zahlt und die Kommunen nicht um ihren Beitrag herumkommen würden, ebensowenig wie die Eltern. „Grundsätzlich sollte Bildung aber kostenfrei sein“, so die SPD-Politikerin. Einig waren sich Grünen-Politikerin Pahl und FDP-Politiker Petersen, dass der Bund, wenn er Betreuungsplätze bestellt, auch dafür zahlen müsse. Für die CDU stehe die Qualität in der Betreuung an erster Stelle. „Kostenlose Kitaplätze zulasten des Betreuungsschlüssels wie in Hamburg lehnen wir ab“, so Birte Glißmann. AfD-Kandidat Buhl betonte, dass Eltern auch Unterstützung in Form von Elterngeld erfahren müssten, wenn sie ihre Kinder zu Hause erziehen wollten. Die Linke würde für Eltern kostenfreie Kita-Plätze über eine Reichensteuer finanzieren wollen, erläuterte Brügmann.

Am Ende des Abends stimmten die Zuhörer ab, für welchen der Kandidaten sie stimmen würden. Das Ergebnis erfahren Sie in Kürze im Rahmen unserer weiteren Berichterstattung vor der Wahl.

Am heutigen Mittwoch, 5. April, steht nach den Diskussionsrunden in Schenefeld und Elmshorn bereits das nächste Wahlforum an. Im Restaurant Montenegro in Bönningstedt präsentieren sich die Politiker aus dem Wahlkreis 22 (Barmstedt, Bönningstedt, Hasloh, Helgoland, Quickborn, Rellingen, Ämter Hörnerkirchen, Pinnau und Rantzau). Den Abschluss unserer Reihe bildet die Talkrunde mit den Politikern aus dem Wahlkreis 23 am Dienstag, 25. April, im Schulauer Fährhaus in Wedel. Los geht es jeweils um 20 Uhr. Eine ausführliche Übersicht zu den während der vier Abende geäußerten Positionen veröffentlichen wir in einer großen Landtagswahl-Serie, die am Sonnabend, 8. April, startet.