Pinneberg
Wedel

Politik sammelt Ideen für Reepschlägerhaus

Die Wedeler Politiker wollen die Gastronomie im Reepschlägerhaus erhalten

Die Wedeler Politiker wollen die Gastronomie im Reepschlägerhaus erhalten

Foto: Marvin Mertens

Alle Fraktionen im Rat sind für den Erhalt der Gastronomie in dem historischen Gebäude. Allein das Geld dafür fehlt zurzeit noch.

Wedel.  Die Gastronomie im Reepschlägerhaus in Wedel soll erhalten bleiben. Darin sind sich alle Fraktionen im Rat der Stadt einig. Die Frage ist nur, wie. Dazu liegen jetzt zwei Vorschläge auf dem Tisch, die im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport Thema waren. Doch es fehlt das Geld für dringende Sanierungsmaßnahmen. Zuschüsse des Landes-Investitionsprogramms „Kulturelles Erbe“ oder Geld von der Aktivregion könnten mit zur Finanzierung beitragen. Ein Antrag dazu kann aber erst erfolgen, wenn auch klar ist, ob und nach welchem Konzept die Sanierung erfolgen soll. Ausschussmitglied Petra Kärgel (Grüne) regte an, örtliche Unternehmen der Baubranche zur Mithilfe aufzurufen. Auch Bernd Vorwerk, der Vorsitzende des Förderkreises des Reepschlägerhauses, gefiel der Vorschlag. „Eine Sponsorensuche wäre gut“, sagte er. Ausschussvorsitzender Lothar Barop (SPD) brachte das Reepschlägerhaus als Ort für Hochzeiten ins Spiel, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Denn nach dem Tod von Werner Wietek, der das Haus bis April dieses Jahres betreute, ist eine Weiterführung des Betriebs der Teestube zukünftig nur noch unter den jetzt strengeren Auflagen von Lebensmittel- und Gewerbeaufsicht sowie Kreisbrandschutz möglich. Die Sitzplätze seien aus diesem Grund bereits auf 40 beschränkt, sagte Vorwerk. Trotzdem seien alle engagiert, den Betrieb am Laufen zu halten.

Einer der Vorschläge sieht einen Anbau vor, der „einen historisch bereits vorhandenen Zustand“ nachbildet. Kosten: etwa 180.000 Euro. Eine preisgünstigere Lösung wäre ein Innenausbau mit einem geschätzten Kostenvolumen zwischen 50.000 und 60.000 Euro. Vorwerk sah hier allerdings noch Beratungsbedarf: „Der Statiker und der Denkmalschutz könnten Einwände haben.“

Heidi Garling (CDU) sagte: „Es wäre doch sehr erbärmlich, wenn wir das Reepschlägerhaus nicht erhalten könnten.“