Pinneberg
Halstenbek

Erster Spatenstich für Halstenbeks neue Kita

Linda Hoß-Rickmann (M.), die Kita-Leiterin Manuela Marten (l. daneben) und Planerin Petra de Haan nehmen den symbolischen ersten Spatenstich vor

Linda Hoß-Rickmann (M.), die Kita-Leiterin Manuela Marten (l. daneben) und Planerin Petra de Haan nehmen den symbolischen ersten Spatenstich vor

Foto: Arne Kolarczyk / HA

Die Einrichtung am Bickbargen kostet 2,8 Millionen Euro. Die Kindertagesstätte soll Mitte August 2017 ihre Pforten öffnen.

Halstenbek.  Neugierig nahmen die Kinder der Kita Schule Bickbargen die Baustelle in Augenschein. Zu sehen gab es am Montag nicht viel, nur eine große ebene Sandfläche. Dass sie dort in nicht einmal einem Jahr in die Kita gehen werden – so richtig vorstellen konnten sich die Kinder das nicht.

Petra de Haan kann es. Die Planerin aus dem Fachbereich Bauen nahm gemeinsam mit Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann und der Kita-Leiterin Manuela Marten den ersten Spatenstich vor. Gleich im Anschluss starteten die Erdarbeiten. „Der Zeitplan ist eng gestrickt, aber wir werden es schaffen“, sagt Petra de Haan. Mitte August 2017 soll die neue Einrichtung am Bickbargen 105 ihre Pforten öffnen.

Sie umfasst zwei Elementar-, zwei kombinierte Elementar- und Hort- sowie zwei Krippengruppen und bietet damit auf 916 Quadratmetern Nutzfläche Platz für 100 Kinder. Die 30 Kinder der Kita Schule Bickbargen ziehen dann an den neuen Standort um, ihre alten Räume werden als Klassenräume für die Grundschule gebraucht.

„Mit dem Neubau werden wir die Probleme, die wir im Elementarbereich haben, lösen“, so Hoß-Rickmann. Sie verweist auf die zweite neue Kita am Eidelstedter Weg, die vorigen Monat den Betrieb aufgenommen hat. Hoß-Rickmann: „Problematisch bleibt es im Krippenbereich, wo ein immenser Bedarf besteht.“ Anbauten an bestehende Einrichtungen seien nicht möglich, sodass eine weitere Kita nur für Krippenkinder gebaut werden müsse. „Ich denke, dass die Politik dazu demnächst einen Grundsatzbeschluss fassen wird. Eine Fläche müssen wir noch suchen.“

Die Einrichtung am Bickbargen erhält einen ungewöhnlichen dreieckigen Grundriss, um den Außenbereich vom Lärm der Straße und der Bahnstrecke abzuschirmen. Dadurch wird zugleich eine optimale Anbindung aller Funktions- und Verkehrsflächen ermöglicht. Zentrum des Neubaus wird ein Mehrzweckraum, dessen vertikale Oberlichtfenster natürliches Licht einlassen.

Der Neubau kostet 2,8 Millionen Euro. Die Gemeinde erhält 1,398 Millionen Euro an Landes- und 184.000 Euro an Kreiszuschüssen. Das 1260 Quadratmeter große Außengelände wird über viele Spielgeräte verfügen, die sich die künftigen Nutzer im Rahmen der Kinderbeteiligung aussuchen können. Erste Wünsche wie ein Beach-Club sind bereits eingegangen. Eine Zufahrtsstraße mit 20 Pkw- und 30 Fahrradstellplätzen sowie ein Regenrückhaltebecken komplettieren das Projekt auf dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück. Einstellen muss die Gemeinde zehn zusätzliche Erzieher. Hoß-Rickmann: „Wir freuen uns über Bewerbungen.“