Pinneberg
Tornesch

Nutzloses Radar: Land bestimmte Standort

An der Ahrenloher Straße ist ein Dialog-Display aufgestellt worden, direkt hinter dem Kreisel

An der Ahrenloher Straße ist ein Dialog-Display aufgestellt worden, direkt hinter dem Kreisel

Foto: Fabian Schindler

Die Geschwindigkeitsanzeige steht direkt hinter einem Kreisel an der Ahrenloher Straße. Politiker nennen den Standort nutzlos.

Tornesch.  Torneschs Bürgermeister Roland Krügel ist verwundert, dass der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein in Itzehoe behauptet, er sei für den umstrittenen Standort der neuen Geschwindigkeitsanzeigeanlage am Kreisel an der Ahrenloher Straße (wir berichteten) nicht zuständig, und dass es keine Anweisung vonseiten des Landesbetriebes an die Stadt gegeben habe. Diese Aussage sei schlichtweg falsch, so Krügel.

Dem Abendblatt liegt der Vertrag zwischen dem Landesbetrieb und der Stadt Tornesch vor, der die Aufstellung der Displayanlage festlegt. Aus dem am 25. August unterzeichneten Papier ist deutlich ersichtlich, dass die Landesbehörde den jetzigen Standort direkt hinter dem Kreisel vorgegeben hat. Ein alternativer Aufstellungsort ist nicht vorgesehen. Der Standort am Kreisel ist für Tornescher Politiker ein Schildbürgerstreich, weil dort keine Daten für ein Lärmgutachten erhoben werden können und weil Autofahrer an dem Punkt ohnehin nicht zu schnell fahren können. Somit sei die Anlage an ihrem jetzigen Standort völlig nutzlos.

Krügel kann sich die angebliche Nichtkenntnis in der Sachlage beim Landesbetrieb nur dadurch erklären, dass die Mitarbeiterin, die den Vertrag unterzeichnet hat, nicht mehr beim Landesbetrieb tätig ist. Dadurch sei die Niederlassungsleitung in Itzehoe wohl fälschlicherweise zu der Annahme gelangt, dass sie nicht für die Auswahl des Standortes verantwortlich sei.