Pinneberg
PZ-Regional

Im Zweifel lieber abtauchen

Alles ist geregelt hierzulande: von der Straßenverkehrsordnung bis zur Gefahrhundeklassifizierung. Nur um das korrekte Begrüßungsverhalten in Freibädern und auf Liegewiesen hat sich noch niemand gekümmert. Dabei könnte ein Gruß-Knigge zahlreiche Begegnungssituationen im Wasser und zu Lande entkrampfen.

Hier ein paar Tipps: Das unverhoffte Zusammentreffen mit einem guten Nachbarn oder Bekannten im Nassbereich lässt sich mit einem „Na, auch im Wasser?“ locker abfedern. Auf kräftiges Händeschütteln sollte speziell bei älteren Semestern wegen drohenden Versinkens im Haltemodus verzichtet werden. Gezielte Abtauchmanöver einschließlich Unterwasserwende empfehlen sich dagegen ausdrücklich, falls unangenehme Zeitgenossen den Kurs kreuzen.

Im Wasser wie an Land führt die Begegnung von Menschen in mehr oder weniger Badebekleidung hin und wieder zu deutlichen Abweichungen gegenüber dem vertrauten Erscheinungsbild. Von Erstaunensbekundungen wie „Ich habe Sie ja kaum erkannt“ sollte zwecks weiteren Erhalts guter Beziehungen Abstand genommen werden.

Selbst auf dem Trockenen sind Überraschungen möglich. So wurde ich von einem vermummten Langstreckenschwimmer mit Flossen, Neopren-Anzug, Schnorchel und Schwimmbrille beim Landgang namentlich begrüßt, obwohl mir dessen Identität nach wie vor unbekannt ist. Kaum weniger anonym verhielt sich kürzlich ein Gast im Moorreger Freibad Oberglinde. Der Jugendliche übte von der Badeinsel aus den Kopfsprung. Dabei trug er zur Badehose einen Integral-Sturzhelm, wie ihn sonst Motorradfahrer verwenden. Erfreulich: Kopfschutz und Inhalt blieben unversehrt.