Halstenbek

Verkehrsplaner empfiehlt Ampel für Kreuzung

Arne Kolarczyk
Eine Ampel könnte die Probleme auf der Kreuzung Bickbargen/Lübzer Straße in Halstenbek lösen

Eine Ampel könnte die Probleme auf der Kreuzung Bickbargen/Lübzer Straße in Halstenbek lösen

Foto: Bodo Marks / picture alliance / dpa Themendie

Gutachten zur Anbindung des geplanten Kita-Neubaus an der Ecke Bickbargen/Lübzer Straße. Kreisverkehr nicht sinnvoll.

Halstenbek.  Eine Ampelanlage für die Kreuzung Bickbargen/Lübzer Straße und einen Rückbau der Spielstraße im Bickbargen: Diese Empfehlungen gab Planungsingenieur Arne Rohkol, um die Verkehrsprobleme in der Straße zu lösen.

Der Experte von der Wasser- und Verkehrs-Kontor GmbH aus Neumünster sollte die Leistungsfähigkeit der Straße Bickbargen sowie der Kreuzung mit der Lübzer Straße untersuchen und prüfen, wie der geplante Kita-Neubau an der Ecke Bickbargen/Lübzer Straße erschlossen werden soll. Dazu fanden unter anderem umfangreiche Verkehrszählungen und eine Langzeitbeobachtung der Situation vor Ort statt. Die Ergebnisse stellte Rohkol im Halstenbeker Bauausschuss vor.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Straße leistungsfähig ist“, sagt Bauamtsleiterin Gisela Sinz-König. Sie sei für 8000 Pkw pro Tag ausgelegt, selbst mit der neuen Kita käme man maximal auf 2500 Fahrzeugbewegungen. Allerdings sei der Bereich vor der Grundschule, der als Spielstraße ausgewiesen ist, aufgrund des Durchgangsverkehrs und der Busdurchfahrten suboptimal. Sinz-König: „Der Planer empfiehlt, diese Zone aufzuheben, einen beidseitigen Fußgängerweg einzurichten und auch den Kreisel anzufassen.“

Die Leistungsfähigkeit der Kreuzung Bickbargen/Lübzer Straße hält der Experte für nicht ausreichend. Gerade zu Schulbeginn und -ende gebe es erhebliche Probleme. Ein Kreisverkehr mache keinen Sinn, weil beide Straßen unterschiedlich stark frequentiert werden. Daher schlägt der Planer eine zeitgesteuerte Ampelanlage vor. Sie würde etwa 50.000 Euro kosten.

Die Kita-Anbindung solle über den Bickbargen erfolgen, weil eine Erschließung über die Lübzer Straße Gefahren für die Nutzer des dortigen Radweges biete. „Wir werden die Ergebnisse der Untersuchung sowie die Pläne für Kita und Flüchtlingsunterkunft Anfang November den Anliegern vorstellen“, sagt Sinz-König. Dann sei wiederum die Politik am Zug.

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