Pinneberg
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City-Manager will Imagewechsel vorantreiben

City-Manager Dirk Matthiessen wird bei seinem Job von Sandra Gürtler unterstützt

City-Manager Dirk Matthiessen wird bei seinem Job von Sandra Gürtler unterstützt

Foto: Andreas Daebeler / HA

Obwohl eine Anzeigenkampagne des Stadtmarketings versandete, glaubt City-Manager Dirk Matthiessen weiterhin an die Marke.

Pinneberg. Das dicke rote „P“., der Slogan „Wir können auch anders“. So präsentiert sich die Stadt Pinneberg seit anderthalb Jahren. Mit einer aufwendigen Markenkampagne, die allein im ersten Jahr 60.000 Euro verschlang, sollte ein Imagewandel eingeleitet werden. Dafür waren mit der Agentur „Gruppe drei“ PR-Experten angeheuert worden. Nach einem ersten Aufschlag ist es mittlerweile ruhig geworden um das Projekt. Ein teurer Flop also? Dirk Matthiessen sieht das nicht so. Pinnebergs City-Manager räumt zwar ein, dass es in bestimmten Bereichen besser hätte laufen können. Aber er glaubt weiterhin daran, Pinneberg zu einer starken Marke entwickeln zu können.

Dabei muss er allerdings mit weniger Geld auskommen. 2015 stehen nur noch 40.000 Euro für die Kampagne zur Verfügung. Matthiessen muss rechnen, nachdem die Politik ihm die städtischen Zuschüsse gekürzt hat. Das kommt nicht überraschend. Und so hatte der City-Manager von Beginn an darauf gesetzt, dass sich Unternehmer aus dem Stadtgebiet auch finanziell einbringen – um die Kampagne zu einem Selbstläufer werden zu lassen.

Zu einer der Säulen sollte eine Anzeigenaktion werden. Pinneberger sollten für Pinneberg werden, so die Idee. Um den Ball ins Rollen zu bringen, hatte Bürgermeisterin Urte Steinberg sogar als Punkerin posiert. Doch die Bereitschaft, für entsprechende Anzeigen und Plakate zu bezahlen, hielt sich in Grenzen. „Da sind wir stecken geblieben, das räume ich ein“, sagt Matthiessen. Es müsse dennoch darum gehen, die Marke Pinneberg auf Basis der Agenturleistungen stetig weiterzuentwickeln. „Die Kampagne ist kein Flop, weil die Marke präsent ist“, so der City-Manager. Die dahinterstehende Idee sei richtig, der Tenor treffe den Kern und biete noch immer gute Perspektiven für die Zukunft.

Eine weitere Aufgabe Dirk Matthiessens ist es, gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Stefan Krappa den Leerstand in der City zu bekämpfen und den Branchenmix zu verbessern. Aktuell stünden 19 Objekte in der Innenstadt leer. Das entspräche einer Quote von elf Prozent. Eine große Zukunftschance für Kaufleute sieht Matthiessen in der Verknüpfung von Präsenz- und Onlinehandel.