Pinneberg
Schenefeld

Flüchtlinge büffeln mit Schenefelds Bürgermeisterin

Der 24-jährige Masoud aus dem Iran stellt sich den Interviewfragen von Lehrerin Silvia Golimbus (m.) und Bürgermeisterin Christiane Küchenhof

Der 24-jährige Masoud aus dem Iran stellt sich den Interviewfragen von Lehrerin Silvia Golimbus (m.) und Bürgermeisterin Christiane Küchenhof

Foto: Andreas Daebeler / HA

Drei Mal in der Woche lernen Flüchtlinge im Rathaus Vokabeln. Möglich macht die Aktion eine Spende des Sozialkaufhauses Glücksgriff.

Schenefeld. Sie heißen Roman, Mojtaba, Parvin und Ladan. Sie kommen aus dem Irak, aus Russland, Syrien und dem Kosovo. Und sie wollen in Schenefeld ein neues Leben anfangen. Das Erlernen der deutschen Sprache ist dafür Grundvoraussetzung. Die Stadt Schenefeld erleichtert Asylbewerbern seit kurzem den Einstieg. Dank einer 5000-Euro-Spende des Sozialkaufhauses Glücksgriff werden seit Juli im Rathaus dreimal pro Woche Vokabeln gebüffelt. 23 der 185 in Schenefeld untergebrachten Flüchtlinge nehmen das für sie kostenlose Angebot in Anspruch. Mit Silvia Golimbus, Ingrid Maibohm-Kellner und Francoise Heiblé unterrichten drei pensionierte Lehrerinnen, die für ihr Engagement von der Stadt nur eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten.

Am Dienstagmittag konnte sich Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) davon überzeugen, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. Da greift Silvia Golimbus auch mal zu einem Miniventilator, funktioniert den zum Mikro um – und initiiert Interviewrunden unter den Kursusteilnehmern. Es wird viel gelacht. „Eine entspannte und fröhliche Atmosphäre“, sagt Küchenhof. Sie hat gleich noch eine gute Nachricht parat: Die Finanzierung der Kurse sei bis 2016 gesichert. Das freut auch Ladan aus dem Iran: „Es ist schwer, diese Sprache zu lernen, aber ich fühle mich wohl in Schenefeld.“