Bauarbeiten

Brücke aus der Kaiserzeit wird komplett erneuert

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Burkhard Fuchs
Weil die Brücke über die Ekholter Au erneuert wird, ist die K21 bis Ende August zwischen Seeth-Ekholt und Ellerhoop (Kreis Pinneberg) für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt

Weil die Brücke über die Ekholter Au erneuert wird, ist die K21 bis Ende August zwischen Seeth-Ekholt und Ellerhoop (Kreis Pinneberg) für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt

Foto: Burkhard Fuchs

Die Brücke über die Ekholter Au in Seeth-Ekholt (Kreis Pinneberg) ist zum Teil 140 Jahre alt. Jetzt wird sie bis Ende August erneuert.

Seeth-Ekholt/Ellerhoop.  Noch bis Ende August ist die Kreisstraße 21 zwischen Seeth-Ekholt und Ellerhoop für den Verkehr komplett gesperrt. Das gilt seit Mittwoch auch für die Radfahrer. Denn seit gestern wird die Brücke über die Ekholter Au, die 1872 erbaut und 1936 verbreitert wurde, abgerissen und neu errichtet. Zudem wird der Radweg entlang der K21 auf zwei der drei Kilometer erneuert. Die Baukosten betragen 1,1 Millionen Euro. Das Land fördert sie mit einem Zuschuss von 220.000 Euro.

„Da es sich bei der K21 um eine offizielle Ausweichstrecke der Autobahn 23 handelt, musste ich für die Bauarbeiten in den Sommerferien eine Ausnahmegenehmigung beim Land beantragen“, erklärt Angela Biermann, Teamleiterin des Fachdienstes Straßenbau und Verkehr in der Kreisverwaltung. Aber den Bürgern der Gemeinde Seeth-Ekholt sei die vierwöchige Brückensperrung nicht außerhalb der Ferien zuzumuten gewesen. Das habe das Land genauso gesehen.

Sehr positiv sei auch die Ausschreibung für die Brückenarbeiten verlaufen, berichtet Angela Biermann. Statt der veranschlagten 560.000 Euro blieb der Neubau mit 335.000 Euro fast im Kostenrahmen einer Sanierung. Doch für eine Sanierung des 140 Jahre alten Brückenbauwerks hätte sie keinerlei Zuschüsse erhalten. Da sich aber nun die Tragfähigkeit der Brücke durch den Bau eines 3,30 Meter breiten Wellstahlprofils erheblich erhöhe, werde dieser Bauabschnitt zur Hälfte vom Land bezahlt. Seit zwei Jahren ist die K21 für Schwerlastverkehr über 40 Tonnen gesperrt, so die Teamleiterin. „Die großen Baukräne haben keine Genehmigung mehr für die Überfahrt erhalten.“

Mit den Bauarbeiten an der Brücke ist das Familienunternehmen Hahn aus Hechthausen im Landkreis Cuxhaven betraut, das erstmals vom Kreis Pinneberg beauftragt wurde. Zunächst musste die Ekholter Au umgeleitet werden, damit die Brücke trockengelegt ist, erklärt Polier Klaus Heller das Vorgehen seiner vier Mitarbeiter, die bis zum 30. August 1000 Kubikmeter Erde bewegen werden. Zudem seien die Versorgungsleitungen verlegt worden. Dazu gehören Strom-, Gas- und Wasserleitungen der Stadtwerke Elmshorn und Quickborn und des Hansewerks Quickborn. Diese würden in einen Düker unter die Au gelegt, sodass sie bei kommenden Bauarbeiten nicht mehr betroffen wären, erklärt Biermann.

Als 2013 auf der K21 die Fahrbahn erneuert wurde, seien die Schäden an der Brücke nicht festgestellt worden, sagt Biermann. „Die großen Hohlräume haben wir erst danach entdeckt.“ Eine Umleitung ist ausgeschildert.

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