Pinneberg
Grundstückszoff

Pinneberg reicht Klage gegen das Rote Kreuz ein

Das ehemalige DRK-Altenheim am Rehmen. Dort sollen keine Flüchtlinge untergebracht werden.

Das ehemalige DRK-Altenheim am Rehmen. Dort sollen keine Flüchtlinge untergebracht werden.

Foto: Andreas Daebeler

Die nächste Stufe im Streit um ein Grundstück am Rehmen in Pinneberg ist erreicht. Voraussichtlich entscheidet das Landgericht .

Pinneberg hat beim Landgericht Klage gegen das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eingereicht. Das bestätigte Rathaussprecher Marc Trampe am Donnerstag. Somit erreicht der Streit um die Rückgabe eines Grundstücks am Rehmen eine neue Stufe. Das in unmittelbarer Nähe des Stadtwalds Fahlt gelegene Areal war dem Roten Kreuz 1964 für den Bau eines Seniorenheims überlassen worden. Nach dessen Schließung 2011 hatte das DRK angeboten, das Haus umzubauen – und altengerechte Wohnungen einzurichten.

Ein Plan, dem die Stadt nicht zustimmte. Sie fordert das Grundstück zurück, will aber nicht die seitens des DRK geforderte Entschädigung zahlen. Ein Gutachten, das den Wert des ehemaligen Altenheims auf 1,2 Millionen taxiert, zweifelt Pinneberg an. Auch dem Vorschlag des Roten Kreuzes, das Haus zu einer Flüchtlingsunterkunft umzugestalten, erteilten die Politiker unlängst eine Absage. Sie streben am Rehmen stattdessen hochwertige Wohnbebauung an. Laut DRK-Geschäftsführer Reinhold Kinle gab es auf das schriftliche Angebot, Flüchtlinge unterzubringen, bislang keine Reaktion der Stadt. Trampe: „Wir werden dem DRK noch eine Absage zukommen lassen, wollten die politischen Beschlüsse abwarten.“