Pinneberg
Schenefeld

Blau-Weiß präsentiert Zukunftsplan

Schul- und Sportzentrum soll ausgebaut werden. Politiker befassen sich mit Konzept und Bedarf

Schenefeld . Wie sieht der Bedarf in der Zukunft aus? Wie soll es mit Schenefelder Sportflächen weitergehen? Vor welchen Probleme stehen die Vereine und Institutionen der Stadt? All das soll eine neue politische Arbeitsgruppe klären, die auch einen Sportstättenbedarfsplan auf den Weg bringen soll. Die dafür nötigen 40.000 Euro sind bereits in den Haushalt eingestellt. Auch die nötige Datenabfrage unter den örtlichen Sportvereinen durch die Stadtverwaltung ist abgeschlossen. Ein Verein hat seine Hausaufgaben besonders ernst genommen.

Blau-Weiß 96 ließ mit professioneller Hilfe gleich mehrere Varianten entwerfen, wie sich Schenefelds größter Sportverein die Zukunft vorstellen könnte. Es ist ein Millionen Euro schwerer Plan, der den Politikern und vor kurzem auch den Mitgliedern vorgestellt wurde. Es ist vor allem aber auch ein Plan, der dem Verein langfristig neuen Platz schaffen soll, ohne dafür weitere Flächen zu nutzen. „Wir wollen die bisherigen Flächen besser nutzen und unter anderem das Schul- und Sportzentrum weiter ausbauen“, erklärt Frank Böhrens, Geschäftsführer von Blau-Weiß 96 das Konzept. Das sieht vor, dass unter anderem das Spielfeld im Stadion Achter de Weiden in einen Kunstrasenplatz verwandelt wird.

Sportverein setzt auf Kunstrasen – unter anderem im Stadion

Ähnliches wurde bereits mit den angrenzenden kleineren Fußballfeldern gemacht. Seit 2012 wird hier auf Kunstrasen gekickt. Mit Erfolg. Die zuvor angespannt Trainingssituation in der Fußballabteilung hat sich laut Böhrens entspannt. Während zuvor aufgrund der Witterung das Feld bis zu einem halben Jahr gesperrt war, fiel auf dem Kunstrasenplatz bislang nicht einmal ein Training wegen Unbespielbarkeit aus. Das könnte nun auch im Stadion für ganz neue Kapazitäten sorgen. Dadurch könnte an anderer Stelle auf einen Fußballfeld verzichtet werden, so Böhrens. Das würde wiederum Platz schaffen für die dringend benötigte Sporthalle. Die könnte sich Blau-Weiß zum Beispiel am Standort Blankeneser Chaussee vorstellen. Dringend benötigt wird auch ein weiterer Gymnastikraum für den 3200 Mitglieder umfassenden Sportverein. Das jetzt vorliegende Konzept sieht einen Anbau an den Turnhallen Achter de Weiden vor, was auch die Eingangssituation deutlich verändern und vereinheitlichen würde.

Mit dem Konzept und den Anregungen anderer Schenefelder Vereine befasst sich die Arbeitsgruppe Sportstättenbedarf. Sie wird Anfang April erstmals tagen.