Pinneberg
Leserbriefe an die Redaktion

Leserbriefe an die Redaktion

Bitte Stellung nehmen

20. März: „CDU-Politiker Weiher: Ärztehaus-Verkauf musste geheim bleiben“, 28. Februar: „Ein Grundstücksdeal mit Folgen“

Als Bürger der Stadt Quickborn hörte ich mehrfach von politischem Streit, Rücktrick eines Ratsmitglieds und angeblichem Verschleudern kommunalen Eigentums im Zusammenhang mit einem Verkauf des Quickborner Ärztezentrums für weniger als 400.000 Euro an die Betreiber. Der genannte Preis scheint mir, gemessen an üblichen Immobilienpreisen wirklich dazu angetan zu sein, Fragen zu stellen und aussagekräftige Kommentare zu erbitten, die jeglichen Verdacht des Verschleuderns von kommunalem Eigentum beziehungsweise Zuschusterns irgendwelcher Vorteile zu Lasten der Allgemeinheit entkräften könnten.

Wenn nun im Hamburger Abendblatt vom 20. März 2015 gar ein Kommentar zum Thema zu lesen ist, wonach die Gemeindeordnung verbiete, das Thema öffentlich zu diskutieren und lakonisch vonseiten des CDU-Politikers Weiher kommentiert wird, dass „jeder Politiker, der anderer Meinung sei, könne ja die Kommunalaufsicht einschalten, um ein solches Geschäft zu überprüfen“ und „ein solches Geschäft weder öffentlich diskutiert noch hinterher erklärt werden dürfe“, so schrillen wirklich alle Alarmglocken. Wer als Mitglied eines wesentlichen kommunalen Gremius sachliche Gründe für seine politische Entscheidungen hat, der müsste meines Erachtens spätestens beim öffentlichen Infragestellen bereit sein, ausführlich und nachweislich zum Thema Stellung zu nehmen.

Wolf Brecht

Wütend und enttäuscht

28. März: „206 Millionen Euro Schulden drohen“

Viele, viele Jahre lang haben Politik und Verwaltung in Pinneberg „toter Mann“ gespielt, wenn es um die flächendeckende Instandhaltung ihrer Schulgebäude ging. Das traurige Ergebnis ist leider, dass sich einige Schulen seit Jahren in einem katastrophalen Zustand befinden. Und diese Misere wird sich noch viele, viele Jahre hinziehen.

Wenn der tägliche Arbeitsplatz unserer Politiker und Verwaltungsmitarbeiter so aussehen würde wie einige Schulen Pinnebergs, würde sich jeder einzelne mit Händen und Füßen dagegen wehren – und womit? Mit Recht!

Wie konnte es überhaupt so weit kommen, dass Politik und Verwaltung gegenüber und zu Lasten der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, nämlich die, die zukünftig unsere Schuldenberge erben werden, über viele, viele Jahre so verantwortungslos gehandelt haben?! Ein peinliches Bild, eine peinliche Außenwirkung – ich bin wütend, traurig, fassungslos und maßlos enttäuscht.

Ludger Runden

Freispruch fehl am Platz

28. März: „Brandstifter muss ins Gefängnis“

Wenn der Anwalt des Brandstifters einen Freispruch beantragt, dann wäre ich dafür, dass dieser alle entstandenen und in Zukunft entstehenden Kosten des Feuerteufels trägt. Was muss noch alles passieren, dass selbst ein Anwalt einsieht, es handelt sich um einen Kriminellen und nicht um Kinderstreiche.

Klaus-J. Schneider

Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten.

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