Pinneberg
Schenefeld

Grüne wollen Schenefelds Wälder schützen

CDU kritisiert Antrag als Stimmungsmache. Grünpflege soll Dauerthema werden

Schenefeld. Die einen wollen den Wald vor der Abholzung schützen, die anderen die Bürger vor herabfallendem Totholz. In Schenefeld prallen in puncto Baumpflege derzeit Welten aufeinander. Nach unangekündigten Arbeiten der Stadt in einem Wald an der Bogenstraße tobt einmal mehr ein Streit darüber, wo die Wegesicherungspflicht für die Stadt anfängt und wo sie aufhört. Wenn es nach den Grünen geht, dann hört die Pflicht an der Waldgrenze auf. Wer ihn betritt, macht das auf eigene Gefahr hin und muss mit herabfallenden Ästen und einem umgestürzten Baum bei stürmischem Wetter rechnen – so steht es im Antrag der Grünen für die Ratssitzung am 19. März. Darin fordern sie nur noch ökologische Pflegearbeiten in Wäldern.

Von dieser Forderung halten sowohl die CDU als auch die Bürgermeisterin Christiane Küchenhof nichts. Während die CDU die Kritik von Naturschutzbund (Nabu) und Grünen an den städtischen Pflegearbeiten als Stimmungsmache abtut und die Sicherheit der Schenefelder in den Fokus rückt, stellt sich mit dem Antrag für Küchenhof ein anderes Problem. Wenn jemand sich im Wald verletzt, haftet die Verwaltungschefin persönlich. „Aus dieser Haftung kann mich niemand entlassen, auch der Rat kann das mit einem Beschluss nicht tun“, so Küchenhof. Beim Nabu, der entgegen der Abmachung nicht über die Arbeiten im Vorwege informiert wurde, hat sich die Bürgermeisterin in einem Brief entschuldigt. Zudem bot sie dem Nabu an, den Wald zu pachten und Grünpflege zum politischen Dauerthema zu machen.