Pinneberg
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Bürgerstiftung Pinneberg fördert 46 Projekte

Verein erhält 5000 Euro für Betreuung behinderter Kinder auf dem Kupferhof

Pinneberg . Die Pinneberger Bürgerstiftung hat ihre Bilanz des zu Ende gehenden Jahres in der VR-Bank vorgestellt. 46 Projekte habe die Stiftung 2014 begleitet, sagte Stiftungsvorstand Uwe Augustin bei der Versammlung am Dienstag. Dazu zählten das Filmprojekt „Blank“ der Jungen Presse Pinneberg und in der Sportförderung das Projekt „Initialzündung“, das hilft, neue Sportarten in den Vereinen zu etablieren.

Das sogenannte Leuchtturmprojekt ist in diesem Jahr der neue Kupferhof des Vereins „Hände für Kinder“. Er wird mit 5000 Euro von der Bürgerstiftung unterstützt. Der Kupferhof in Hamburg-Ohlstedt bietet kurzzeitige Betreuung für schwerstbehinderte Kinder an, damit pflegende Eltern Urlaub machen können. Laut Geschäftsführer Steffen Schumann ist es eine einmalige Einrichtung in Deutschland. Lediglich in Nordrhein-Westfalen gebe es eine ähnliche, die biete allerdings keine Unterkünfte für Eltern.

Schumann ist selbst Vater eines schwerstbehinderten Sohnes. Er wisse aus eigener Erfahrung, dass es für viele Eltern schwierig sei, ihr pflegebedürftiges Kind in die Obhut fremder Pflegekräfte zu geben. Für die Angehörigen sei es jedoch auch wichtig, einmal abschalten zu können, um wieder zu Kräften zu kommen. Daher können auf dem Kupferhof die Eltern und Familien das Kind nicht nur in Betreuung geben, sie können dort auch selber ihre Ferien verbringen und so in der Nähe des Kindes bleiben.

Das Konzept werde dankbar angenommen, so Schumann. Der Kupferhof sei ausgebucht. Allerdings sei die Einrichtung auch von Spenden abhängig. Etwa 500.000 Euro pro Jahr fehlten im Etat.