Pinneberg
Kreis Pinneberg

Geflügelpest: Auch im Kreis Pinneberg gilt jetzt Stallpflicht

Von diesem Sonnabend, 29. November, an darf nun auch in einigen Gebieten des Kreises Pinneberg Geflügel ausschließlich in geschlossenen Ställen, in einer gesicherten Voliere oder anderen Schutzvorrichtungen gehalten werden.

Kreis Pinneberg. Das Aufstallungsgebiet umfasst nach Angaben der Kreisverwaltung die Kommunen Haselau, Haseldorf, Helgoland, Hetlingen, Neuendeich, Seestermühe, Wedel und das westlich der Klevendeicher Chaussee gelegene Gebiet der Gemeinde Moorrege sowie zusätzlich einen Streifen von je 500 Meter beiderseits der Pinnau von der Mündung bis zur Nordostkante der Eisenbahnbrücke in Pinneberg und beiderseits der Krückau von der Mündung bis zur Südwestkante der Straßenbrücke „Wedenkamp“ in Elmshorn.

Hintergrund der Anordnung der Stallpflicht ist der Anfang November im Kreis Vorpommern-Greifswald in einem Putenmastbetrieb festgestellte Ausbruch der auch als Vogelgrippe bekannten Geflügelpest. Bei weiteren Ausbrüchen in landwirtschaftlichen Geflügelhaltungen in den Niederlanden und Großbritannien wurde mittlerweile der gleiche Erreger nachgewiesen, auf der Insel Rügen wurde der Virus auch bei einer Wildente gefunden. Infektionen von Menschen sind bislang nicht bekannt.

Um eine Ausbreitung zu verhindern, wurde in den vergangenen Tagen in ganz Schleswig-Holstein in Gebieten mit erhöhtem Risiko von Wildvogelkontakten von den Kreisveterinärämtern vorsorglich die Aufstallung von Hausgeflügel angeordnet. Dazu zählen Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse. Wenn absolut keine Möglichkeit bestehe, das Geflügel in Ställen oder einer Voliere unterzubringen, sei Freilandhaltung in begründeten Einzelfällen möglich, so Kreissprecher Oliver Carstens. Hierfür müsse die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Weitere Informationen sind im Internet unter der Adresse www.kreis-pinneberg.de abrufbar.