Pinneberg
Leserbriefe an die Redaktion

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Zum Fremdschämen

25. März „Pinnebergs Punkbürgermeisterin kommt gut an

Es ist zum Fremdschämen: Mit einer als Punk verkleideten Bürgermeisterin und einem Blockflöte spielenden Elvis-Imitator wollen wir das Ansehen unserer Stadt verbessern. Pinneberg, finanziell am Abgrund, braucht an der Spitze der Verwaltung eine Persönlichkeit, die ihre ganze Kraft der Bewältigung der anstehenden Probleme widmet, oder wollen wir uns als Karnevalshochburg etablieren? Ich hoffe nur, dass nicht auch noch Plakate gedruckt und über die Grenzen Pinnebergs hinaus zu sehen sein werden.

Als Pinneberger waren wir ja gewohnt, verspottet zu werden, mit dieser Kampagne machen wir uns nun endgültig zur Lachnummer. Wenn trotz leerer Kassen immer noch Geld ausgegeben werden muss, warum wurde dann nicht in Pinneberg ein Frühjahrsputz organisiert. Dann hätten wir mit dem Slogan „Pinneberg ist aufgeräumt“ und einer sauberen Stadt werben können. Unsere Bürgermeisterin beim Sport mit dem Slogan „Wir nehmen es sportlich“, Kita-Kinder beim Spielen im Fahlt mit dem Slogan „Wir sind naturnah zu Hause“, Sportler im Schwimmbad mit dem Slogan „Wir schwimmen oben“ das sind nur ein paar Beispiele, die mir einfallen, warum ich gern in Pinneberg lebe.

Vorerst werde ich es jedoch vermeiden, mich als Pinnebergerin zu outen. Denn auf die Drohung „Wir können auch anders“ und die Frage „Wie denn?“ weiß ich beim besten Willen keine Antwort.

Elke Fasshauer, Pinneberg

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