Pinneberg
Halstenbek

Grundschüler setzen auf Auto mit Müllantrieb

Halstenbeker Drittklässler haben in ihrem preisgekrönten Modell sogar an Ausstattungsmerkmale wie eine Sitzheizung gedacht

Halstenbek. Es ist eine Erfolgsgeschichte, die Ende vergangenen Jahres ihren Anfang nahm. Zu diesem Zeitpunkt ließ sich die Grundschule Bickbargen die Teilnahmeunterlagen für den bundesweiten Weltretter-Wettbewerb zukommen. Dieser richtet sich an Schüler der dritten bis sechsten Klasse, die mit einem Projekt aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik – kurz MINT – ihre Umwelt verbessern wollen. „Wir haben nach Weihnachten intensiv drei Wochen daran gearbeitet“, sagt Lehrerin Kathrin Dreyer. Was sie damals noch nicht wusste: Am Ende sollten ihre Drittklässler den Wettbewerb und damit eine Klassenreise gewinnen.

Zunächst einmal hatten kleinere Gruppen ihrer Klasse verschiedene Ideen entwickelt und diese am Ende zusammengetragen. „Zum Ende hin wurde die Zeit ganz schön knapp“, berichtet Liam, 9. Man entschied sich letztlich für ein Auto, dass durch die Verbrennung von Müll angetrieben wird. „Die, die gut zeichnen konnten, durften dann das Modell zeichnen. Die, die gut basteln konnten, haben dann gebastelt. So hat dann jeder seine Aufgabe gehabt“, erzählt Emma, 9.

In einzelnen Gruppen hatte es auch noch andere tolle Ideen gegeben: „Eine Gruppe hat fast dasselbe vorgestellt – da war ein Rohr am Auto, was den Müll einsaugt. Und eine Gruppe hat ein Gerät vorgestellt, bei dem Abgase in Wasser umgewandelt werden, um die Wiesen zu gießen“, erzählt Julika, 8.

Das beim Wettbewerb erfolgreiche Auto der Zukunft verfügt, so die Idee der Grundschüler, über eine integrierte Müllverbrennungsanlage. „Das Auto soll mit Müll angetrieben werden, der überall herumliegt“, sagt Emma. Auch Mitschülerin Lola, 8, weiß, worauf es ankommt: „Wenn man was einkauft und da Verpackungen übrig bleiben, braucht man die Tüten nicht mehr in den Mülleimer werfen, sondern kann die ins Auto tun.“ Sogar an die Ausstattung haben die Schüler gedacht. „Die Wärme, die durch die Verbrennung entsteht“, erzählt der neunjährige Fynn, „wird für die Sitzheizung benutzt“.