Pinneberg
Leserbriefe an die Redaktion

Leserbriefe an die Redaktion

Mehr Toleranz ist nötig

26. Januar: „Torneschs Stein des Anstoßes“

Schon meine Oma sagte: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Und sie hatte Recht. Was ist los mit uns in unserer Gesellschaft? Was ist los mit einem Nachbarn, der seine Mitmenschen mit Anzeigen drangsaliert? Ist es Neid, Unzufriedenheit oder hat er einfach zu viel Zeit?

Was ist verkehrt daran, dass eine Familie ihr Haus in Schuss hält. Dazu sind ab und zu Baumaßnahmen nötig. Wenn hierbei auf die gesetzlichen Ruhezeiten geachtet wird, dürfte das doch kein Problem sein. Und jede Baumaßnahme ist irgendwann beendet. Dass eine Stadtverwaltung sich überhaupt herablässt, permanent Anzeigen eines einzigen Bewohners entgegenzunehmen, um dann zum Schluss mit einem Heidenaufwand einen riesigen Stein in die kleine Stichstraße zu karren, ist traurig. Vielleicht hätte ein kleiner Poller aus Metall auch gereicht? Oder einfach ein bisschen mehr Toleranz?

Mit diesem und den vorher schon durch die Bearbeitung der Anzeigen verschleudertem Steuergeld hätte die Stadt Tornesch bestimmt etwas Sinnvolleres machen können. In diesem Sinne: Freunde kann man sich aussuchen, Nachbarn nicht...

Katrin Bösche

Zu viele Risiken für die Stadt

28. Januar: Leserbrief „Unrealistisch“

Ich stimme den Ausführungen von Herrn Hauwetter hundertprozentig zu; Wohnungsbau rechnet sich nicht für Pinneberg. Das belegt auch das Gertz-Guttsche-Rümenapp-Gutachten (siehe S.52 Abb. 22). Die Ausgaben für die soziale Infrastruktur (investive und laufende Ausgaben) sind höher als die Einnahmen aus der Einkommensteuer!

Doch leider zieht Herr Hauwetter mit seiner CDU-Fraktion – wie auch die SPD – daraus nicht die logischen Konsequenzen und setzt andere Prioritäten bei der Entwicklung der ehemaligen Eggerstedt-Kaserne. Erst wenn die Wabe mit Schule, Akademie und Sportflächen ohne mögliches Rücktrittsrecht in der Realisierungsphase und die Gewerbeflächen vertraglich vergeben sind, kann über Wohneinheiten entschieden werden. Sonst bestehen zu viele Risiken für die Stadt, die das Projekt unwirtschaftlich machen können.

Joachim Dreher, Grünen-Fraktion Pinneberg

Albtraum-Stadt

25./26. Januar: „Pinneberger Rat vertagt Entscheidung zur Schulsanierung"

Jetzt wohnen wir schon seit zwei Jahren in Pinneberg. Wir sind wegen unseren Kindern umgezogen und haben diese Traumwohnung gefunden. Dass wir aber in eine Albtraum-Stadt ziehen, war uns bis jetzt nicht bewusst. Die Schulen heruntergekommen, eine kinderunfreundliche Stadt, eine Bürgermeisterin, die nur eine Marionette der Politik ist. Kinderbetreuung? Was ist das hier in Pinneberg? Für berufstätige Eltern unzumutbar und Politiker, die gar nicht wissen, was das heißt, Beruf und Familie unter einem Hut zu bekommen. Seit kurzem gibt es keine Ferienbetreuung mehr. Das heißt, kein Urlaub mehr zusammen, da viele Eltern ihren Urlaub teilen, um Betreuung zu gewährleisten.

Große Unruhe unter den Eltern, aber die Herren in Grau verstehen das einfach nicht. In den Schulen Schimmel, kleine Unterrichtsräume, Ungeziefer, und die Politik macht nichts.

Bezeichnend ist ein Poster, das ich von meinen Kollegen bekommen habe. Da ist Simba, der König der Löwen, mit seinem Vater zusehen, und der sagt: Mufasa (Vater): Schau Simba, alles was das goldene Sonnenlicht berührt, ist Hamburg. Simba: Wow! Leider geil. Aber was ist mit den dunklen und unheimlichen Orten im Schatten. Mufasa: Das ist Pinneberg. Dort darfst du niemals hingehen! Hast du verstanden, Simba?!

Man hört immer nur Gejammere, aber es ändert sich nichts. Warum führt man nicht Kita-Gutscheine wie in Hamburg ein, warum macht man nichts in der Innenstadt, dort ist Potenzial!

Olav Gröning