Pinneberg
Kommentar

Jugendschutz-TÜV macht Sinn

Schon wieder ein neues Zertifikat, das keiner braucht, mögen manche jetzt denken.

Doch dieser Jugendschutz-TÜV, mit dem die Kreisverwaltung und Jugendhilfevereine Stadtfeste adeln wollen, macht Sinn. So gibt es gerade für unerfahrene Veranstalter jede Menge zu beachten, damit ihre Feier nicht aus dem Ruder läuft. Diese werden nur zu gerne das Hilfsangebot annehmen, das ihnen aufzeigt, was sie alles im Sinne des Jugendschutzes und eines gelungenen Festes berücksichtigen sollten.

Das Know-how im Kreis Pinneberg ist dafür groß. So gibt es seit Jahren JiMs-Bar, die den „Jugendschutz im Mittelpunkt“ hat und alkoholfreie Cocktails von eigens geschulten Mixern anbietet. Dieses Projekt nutzen zahlreiche Stadtfeste und Betriebsfeiern. Auch andere Landkreise haben es übernommen.

Mit dem neuen Jugendschutz-Qualitätsprädikat können die Veranstalter gezielt für ihre Feier Werbung machen, Plakate und Flyer damit bedrucken. Das dürfte ihnen einen zusätzlichen Schub an Besuchern bescheren. Und besorgten Eltern dürfte es die Angst nehmen, ihre heranwachsenden Kinder allein auf eine entsprechende Veranstaltung gehen zu lassen. Das ist eine „Win-win-Situation“ für alle Beteiligten.

Allerdings müssen die Jugendschützer aufpassen, dass ihnen nicht etwas vorgegaukelt werden kann, was der Veranstalter nicht einhält. Ein Abschlussgespräch mit dem Veranstalter wird da nicht ausreichen. Ein bisschen Kontrolle wird nötig sein.