Verkäufer von Hinz&Kunzt steht wieder vor Aldi

In Schenefeld setzten sich die Kunden des Aldi-Marktes an der Friedrich-Ebert-Allee für Hinz&Kunzt-Verkäufer Jan ein.

Drei Jahre lang hatte er vor dem Geschäft das Straßenmagazin angeboten. Dann erteilte ihm das Unternehmen am 22. August einen Platzverweis. Aber der Discounter hatte nicht mit dem Protest seiner Kunden gerechnet. Denn sie mochten und schätzten den hilfsbereiten Mann offensichtlich sehr, der auch mal aufs Fahrrad aufpasste oder mit einigen Einkäufern ein paar nette Worte wechselte. Als „Engel und Seele des Platzes" beschrieben die Kunden den Hinz&Kunzt-Verkäufer, der Einkaufswagen bis zu den Fahrzeuge schiebe und immer einen Chip in der Tasche habe, falls jemandem der Euro für den Einkaufswagen fehle. Per Unterschriftenliste forderten viele Kunden die Rückkehr des Verkäufers – und einige drohten sogar mit einem Boykott des Discount-Marktes. Der Druck wirkte: Bereits am 26. August nahm die Zentrale von Aldi den Platzverweis zurück. Seitdem steht Jan wieder an seinem Stammplatz.