Wenn schon böllern, dann richtig

Die Sicherheitstipps von Polizei, Regio-Klinik und Feuerwehr für den schmerzlosen Jahreswechsel

Für Feuerwehr und Rettungsdienst ist die Neujahrsnacht die einsatzstärkste Nacht des ganzen Jahres. Immer wieder lösen verirrte Raketen Großbrände aus, der fahrlässige Umgang mit Böllern führt zu schwersten Verletzungen.

Feuerwerkskörper und Raketen sind Sprengstoff. Minderjährige dürfen nur unter Aufsicht Erwachsener damit hantieren. Ansonsten ist die Polizei berechtigt, die Knaller sicherzustellen.

Unbedingt ist vor dem Böllern die Gebrauchsanweisung durchzulesen. Bis auf wenige Ausnahmen ist eine Verwendung von Feuerwerk in geschlossenen Räumen generell untersagt. Es dürfen nur in Deutschland zugelassene Feuerwerkskörper verwendet werden. Vor sogenannten Polenböllern wird gewarnt. Nach dem Anzünden ist ein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten. Böller und Raketen dürfen niemals blindlings weggeworfen oder in Richtung von Menschen und Tieren abgefeuert werden. Gerade Haustiere ängstigen sich zu Silvester sehr.

Nicht gezündete Feuerwerkskörper (Blindgänger) sollten keinem zweiten Zündversuch unterzogen werden. Feuerwerkskörper dürfen niemals selbst hergestellt werden. Die Böller müssen so aufbewahrt werden, dass eine Selbstentzündung nicht möglich ist. Keinesfalls sollte Feuerwerk am Körper, etwa in Jacken- oder Hosentaschen, aufbewahrt werden. In alkoholisiertem Zustand sollte nicht geböllert werden. Die örtlich vorgeschriebenen Abstände zu reetgedeckten Häusern sowie Kirchen, Krankenhäusern sowie Altenheimen sind unbedingt einzuhalten.

Im Falle eines Brandes oder Unfalls ist sofort der Notruf 112 zu informieren. „Niemand sollte die Sprengkraft von Knallkörpern unterschätzen“, warnt Dr. Marc Philipp Muhl, Chefarzt für Handchirurgie der Regio-Kliniken. „Böller sind Sprengstoff und ihre Wirkung kann daher entsprechend verheerend sein, wenn sie in der Hand explodieren.“