Halstenbek

Posse um nicht funktionierende Halstenbeker Ampel geht weiter

In der Posse um die neue Ampel an der Hartkirchener Chaussee in Halstenbek ist auch ein knappes halbes Jahr nach der Installation noch kein Ende in Sicht.

Halstenbek. Wie berichtet, wurde die Lichtzeichenanlage bereits im Frühsommer dieses Jahres aufgestellt und angeschlossen, jedoch bislang wegen technischer Unzulänglichkeiten und Abstimmungsproblemen nicht in Betrieb genommen. Bauamtsleiter Holger Lange versichert, in der Angelegenheit Dampf gemacht zu haben. Doch seine Antwort auf die Frage, ob die Ampel denn noch in diesem Jahr funktionieren werde, lautet kurzum: „Das weiß ich nicht.“

Die Vollampel soll die Zu- und Abfahrt zum Aldi-Parkplatz sowie zu der gegenüberliegenden Stichstraße Elisabeth-Miller-Weg beim Seniorenzentrum regeln. Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Sicherheit der zahlreichen Fußgänger. Ihnen soll mit per Druckknopf zuschaltbaren Grünphasen das Überqueren der Hartkirchener Chaussee sowie der Zufahrtstraßen erleichtert werden. Immerhin zählt die Hauptverkehrsader im Verlauf der Landesstraße 104 mit täglich 16.000 Fahrzeugen zu den am stärksten belasteten Verkehrsadern der Baumschulgemeinde. Vor allem für Senioren und Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen wird das Kreuzen der Fahrbahnen bei starkem Verkehrsaufkommen oft fast unmöglich. Zwar gibt es in einigen hundert Metern Entfernung weitere Ampelanlagen, doch die sind für gehbehinderte Passanten zu weit entfernt.

Die bisherigen Kosten für die Installation der Ampel belaufen sich auf 120.000 Euro. Bezahlt wird die Anlage gemäß entsprechender Auflagen von Aldi und der Firma Wilhelm Kuhrt, die unter anderem auch die Seniorenresidenz betreibt. Zuletzt war eine technische Abnahme für Ende Oktober angekündigt worden. Die hat es mittlerweile auch gegeben.

Doch die daraus erfolgten zusätzlichen Auflagen der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Pinneberg verursachen nach Angaben von Halstenbeks Bauamtsleiter Lange Mehrkosten. Inzwischen liegt ein Nachtragsangebot des Ampellieferanten vor, über das die Kostenträger zu beraten haben. Die Höhe der Mehrkosten konnte Lange nicht beziffern.