Elmshorn

Schröder fordert, die A 20 zügig weiterzubauen

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ole Schröder kann sich auch eine private Finanzierung vorstellen. Er kritisiert die unbefriedigende Verkehrsanbindung in Richtung Süden.

Elmshorn. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium und CDU-Bundestagsabgeordnete Ole Schröder hat sich für einen "zügigen Weiterbau" der Autobahn 20 ausgesprochen. Diese Forderung verlautbarte Schröder bei einem Besuch der Firma Kölln in Elmshorn gemeinsam mit dem Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Grosse-Brömer aus Brackel (Landkreis Harburg).

In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Geschäftsführer der Firma Kölln, Hans Heinrich Driftmann, war die "unbefriedigende Verkehrsanbindung in Richtung Süden" thematisiert worden. Dabei kritisierte Ole Schröder unter anderem die schleswig-holsteinische Landespolitik: "Die ablehnende Haltung der Landesregierung gegenüber Möglichkeiten der privaten Finanzierung wie dem aktuellen Angebot der französischen Firma Vinci zeigt, dass es hier schlicht am politischen Willen fehlt."

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der französische Infrastrukturkonzern Vinci, der mehr als die Hälfte des französischen Autobahnnetzes betreibt, innerhalb von fünf Jahren die Autobahn A 20 zwischen Bad Segeberg und Bremerhaven komplett fertigstellen will - inklusive eines Abzweigs nach Hamburg (A 26) und eines neuen Elbtunnels, der den Strom zwischen Glückstadt und Drochtersen unterqueren soll.

Im Gegenzug will sich das französische Unternehmen 50 Jahre lang große Teile der auf dieser Autobahnstrecke anfallenden Lkw-Maut sichern. Am neuen Elbtunnel selbst soll eine Mautstation für Pkw und Lkw errichtet werden. Eine einfache Fahrt durch den Tunnel würde nach derzeitigem Geldwert zwei Euro für Pkw und zwölf Euro für Lkw kosten.